Studieren im Land der Dichter und Denker

Sommerkurse gute Voraussetzung für DAAD-Stipendien

Dienstag, 28. Oktober 2014

Es gibt viele Gründe für ein Studium in Deutschland. Da wäre zum Beispiel der hohe akademische Standard, das breite Studienangebot mit mehr als 16.000 Studienprogrammen, die Internationalität mit 280.000 ausländischen Studierenden oder auch die Tatsache, dass seit 2014 keine Studiengebühren mehr erhoben werden. Auch aus wirtschaftlicher Sicht ist es sinnvoll. Deutschland ist Rumäniens Handelspartner Nr. 1 und über 18.000 deutsche Firmen sind in Rumänien tätig. Zudem ist ein weiterer wichtiger Aspekt, dass in einer globalisierten Welt der interkulturelle Austausch an Bedeutung zunimmt. Wandel durch Austausch. Dies ist das Motto des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Deshalb fördert die Organisation den internationalen Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern. Das geschieht zum einen durch akademische Kooperationen zum anderen durch die Vergabe von Individual-Stipendien für die Besten. Seit seiner Gründung im Jahr 1925 unterstützte der DAAD über 1,9 Millionen Studierende und Wissenschaftler. Im Jahr 2009 lag das Budget allein für Rumänien bei 3 Millionen Euro. Aktuell besteht noch die Möglichkeit, sich für ein solches Stipendium zu bewerben. Beeilung gilt für Master-Studienaufenthalte in Bildender und Darstellender Kunst sowie Architektur und Musik. Hier liegt die Bewerbungsfrist und Portfolioabgabe beim 31. Oktober 2014. Für Master anderer Disziplinen sowie Forschungsaufenthalte ist noch bis zum 15. November Zeit.

Der große Vorteil am Master-Studium liegt – im Gegensatz zu einem Erasmus Semester – darin, dass es keine Bindung an bestimmte Hochschulen gibt. So muss man keine Partneruniversität wählen, sondern kann sich an jeder deutschen Hochschule bewerben. Jedoch ist es ratsam, sich an mindestens drei davon zu bewerben und nicht alles auf eine Karte zu setzen. Das Stipendium erhält man natürlich nur, wenn der entsprechende Nachweis über Zulassung gegeben ist. Die Höhe das Stipendiums beträgt bis zu 750 Euro im Monat und ermöglicht den Studenten somit, sich auf ihr Studium zu konzentrieren, ohne nebenbei arbeiten zu müssen. Zudem werden alle Versicherungsleistungen, Reisekosten sowie Studiengebühren von bis zu 500 Euro gedeckt.
Wer ein Master-Studium in Deutschland in Erwägung zieht, dem kann man eine Bewerbung für einen Hochschulsommerkurs ans Herz legen. Das sind drei bis vierwöchige Sprachkurse an einer deutschen Hochschule, die Studierenden die Möglichkeit bietet, einen ersten Einblick in das Studium an einer deutschen Hochschule zu bekommen. Es werden über 100 Programme angeboten. Zudem gibt es ein interessantes kulturelles Rahmenprogramm. Dieses reicht von Exkursionen über Sport- und Freizeit-Aktivitäten, Museumsbesichtigungen bis zum Besuch deutscher Firmen.

Sozusagen ein Vorgeschmack auf das Studieren in Deutschland. Die Bewerbung für einen Hochschulsommerkurs im letzten Studienjahr und ein Master-Stipendium kann sogar parallel erfolgen. Wer hier besorgt ist, nur eins von beidem zu bekommen, kann diese Sorge getrost streichen. In der Regel ist es von Vorteil, eine Sommerschule besucht zu haben. Damit beweist man Auslandskompetenz und auch dass man in der Lage ist, einer deutschen Vorlesung zu folgen. Kurz gesagt: Dass ein Student, der weiß, was ihn erwartet, sein Studium abbricht, ist unwahrscheinlicher, und somit steigen sogar die Chancen für ein Master-Stipendium.
Die Zugangsvoraussetzungen für eine Sommerschule sind Deutschkenntnisse auf mindestens Niveau B1, und man muss eingeschriebener Student im zweiten Studienjahr bis einschließlich erstem Master-Jahr sein. Auch wenn das Stipendium, wie alle anderen angebotenen Stipendien, leistungsabhängig ist, ist es kein Exzellenz-Stipendium und deshalb sollte jeder mit überdurchschnittlichen Leistungen keine Scheu haben, sich für ein solches zu bewerben. Zudem werden auch andere Faktoren berücksichtigt. So werden zum Beispiel der Lebenslauf und das Motivationsschreiben in den Entscheidungsprozess einbezogen. Die Chancen auf eine finanzielle Förderung für eine Sommerschule stehen also gut. Es ist ein Teilstipendium, das mit 850 Euro pauschal plus Reisekosten vergütet wird. Wer sich für einen Sommerkurs in diesem preislichen Rahmen entscheidet, hätte damit auch sämtliche Kosten gedeckt. Die Unterbringung erfolgt meist im Studentenwohnheim, aber auch in Gastfamilien oder Wohngemeinschaften.

Jene deren Interesse geweckt ist, können sich im Internet  unter www.daad.ro oder www. summerschools.de bestens informieren. Der DAAD stellt die gesamte Bandbreite an nötigen Informationen auf seiner Homepage zur Verfügung: von detaillierten Ausschreibungen, die sowohl Voraussetzungen, Termine als auch Checklisten enthalten, bis hin zu den Sommerschulprogrammen und Leitfäden für die Erstellung von tabellarischen Lebensläufen und Motivationsschreiben. Außerdem wird demnächst eine Informationsveranstaltung in Bukarest stattfinden. Der Termin wird ebenfalls auf der Homepage bekannt gegeben.

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