Süßer Trend aus den USA in Temeswar

Cupcakes – die köstlichen und blickehaschenden Törtchen

Mittwoch, 27. Februar 2013

Ana Maria Stroescu ist eine Feinschmeckerin und bäckt köstliche Törtchen, aus purer Leidenschaft.

Die bunten und köstlichen Cupcakes erobern das Internet (www.facebook.com/melspais). Fotos: privat

Sahne- oder Dobostorten schmecken zwar gut, sind aber fast schon „out“. „In“ sind die Cupcakes.  Heutzutage sind die kleinen süßen Törtchen aus den USA die blickefangenden Süßigkeiten, die den Geschmack verwöhnen. Immer mehr Bilder mit Cupcakes sind, wenn nicht richtig in den Konditoreien oder Cafés, zumindest auf den verschiedenen Internetseiten und sozialen Netzwerken sehr vertreten.

Ein Cupcake erinnert auf den ersten Blick an einen Muffin, ist aber eher eine kleine Torte. Der Teig besteht meistens aus einem weichen Rührkuchen, die Dekoration ist aber immer wieder das Highlight des Kuchens. Von Butter-, Frischkäsecreme und Schokoladencreme bis zu Sahne, Marzipan oder Fondant. Egal in welcher Form und Farbe, sind die köstlichen Zubereitungen erstens ein blickehaschender Hingucker.

„Cupcakes sind keine Muffins“, verbessert Ana Maria Stroescu gleich alle, die das falsch verstehen. Die 37-jährige ist Hobby-Konditorin und stellt bereits seit zwei Jahren Cupcakes her. „Cupcakes sind ein einfaches Gebäck, Cupcakes sind in Wirklichkeit Miniaturtörtchen“, fügt sie hinzu. Als Grafikdesignerin und Absolventin der Kunstschule in Pite{ti, kann sie sich als eine Künstlerin auch im Bereich der Gastronomie bezeichnen. Ganz sorgfältig ordnet sie die Speisen auf dem Teller, wenn sie als Food-Stylist ihrem Hobby frönt. Das Gleiche macht sie auch mit ihren Törtchen. Man braucht viel Geschicktheit, das weiche Fondant zu formen und lustige, manchmal interessante Figuren entstehen zu lassen. „Wie ein Kind modelliere die weiche, pastöse Zuckermasse, wenn ich die Figuren für meine Cupcakes bastle“, erzählt Ana Maria. Und genauso habe sie es am Anfang auch gemacht: sie habe zuerst die Figuren auf Papier gezeichnet, Schablone aus Karton ausgeschnitten und aus Plastilin modelliert.

Anstoß zum Selberbacken: Verdruss

Eigentlich begann sie Cupcakes zu backen, nachdem sie bei der Hochzeit einiger Freunde dabei war. „Als der Hochzeitskuchen gebracht wurde, dachte ich mir: was ist das denn? Das Aussehen war grausam und der Geschmack auch“, erinnert sich Ana Maria Stroescu. „Ich habe immer etwas Süßes essen wollen, aber alles sollte auch köstlich aussehen“, schmunzelt sie weiter und bezeichnet sich selber als Feinschmecker. Das bewegte sie, selber Kuchen zu backen. Vor allem Cupcakes. Die kleinen Törtchen sind sehr praktisch für verschiedene Events. Man braucht dabei keinen Löffel oder Teller, sondern man nimmt sie einfach in die Hand und beißt rein!

Mehlspeis auf Amerikanisch

So entstand „Melspais Cupcakes“ („Mehlspeis“ aus dem Schwäbischen)– der Name sollte ein Banater Regionalismus sein, denn die kleinen Tassenkuchen werden im Banat gebacken. Derzeit bäckt Ana Maria Stroescu die kleinen Törtchen nur aus purer Leidenschaft für ihre Freunde – „manchmal auch für Freunde der Freunde“, scherzt sie. Künftig träumt die Temeswarerin davon, ihr eigenes Konditoreilabor zu leiten. Dafür hat sie vor Kurzem einen Kurs für Zuckerbäcker abgeschlossen. Trotzdem stellt sich die Hobby-Bäckerin eine eigene Konditorei mit eigenem Laden einstweilen nicht vor. Sie möchte eher ihre Cupcakes für Zuhause oder für besondere Ereignisse liefern.

Bis jetzt versuchte sie, sich ständig zu entwickeln. Vor einem Jahr buk sie 200 Cupcakes für ein Ehepaar. Deren Freunde verschenkten ihren Gästen kleine Törtchen am Ende der Hochzeit. „Die Anerkennung der Menschen gibt mir Kraft und ermuntert mich, weiter zu machen auch wenn ich ein wenig Angst habe, dieses Geschäft anzufangen“, sagt Ana Maria Stroescu. Die Temeswarerin ist neulich in ein Haus in Dumbrăviţa/Újszentes am Nordrand von Temeswar  umgezogen. Dort möchte sie Back-Workshops für Kinder und Mütter halten. „Den Geruch von frischem Gebäck im Haus mag ich sehr und ich finde, dass dies leider in den Häusern der Menschen immer öfter fehlt. Die Leute sollen wieder ermuntert werden, aus reinem Spaß zu backen“, schließt die Temeswarer Hobby-Bäckerin.

Was sind eigentlich Cupcakes?

Der Begriff „Cupcake“ tauchte zum ersten Mal 1828 im Kochbuch der US-Amerikanerin Eliza Leslie auf. Ursprünglich wurde der Teig in einer kleinen Tasse (Englisch: cup) gebacken. Die muffinartigen Törtchen haben auch heute eine tassenähnliche Backform, so dass der englische Name „Cupcake“ auf Deutsch als Tassenkuchen übersetzt werden kann. Die Ähnlichkeit mit Muffins endet mit dem Unterschied im Geschmack und Textur. Der Teig ist weicher und hat eine intensivere Süße. Die Basis des Cupcakes besteht meistens aus einem weichen Rührkuchenteig. Die Creme wird gewöhnlich mit einem Spritzbeutel aufgetragen, bis das einem Krönchen ähnelt. Das Aussehen des Cupcakes wird mit einer Verzierung aus bunten Streuseln, Marzipan, Schokolade, Zuckerförmchen oder frischen Obst verschönert. Sehr beliebt sind die Schoko-Cupcakes, Vanille-Cupcakes mit Früchten oder Kaffee-Cupcakes mit Cappucinno-Creme. Die sogenannten Tassenkuchen passen gut zu Kaffee oder Tee. 

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