Tätigkeitsbericht der Bergrettung

Lawinengefahr am Bulea-See und Empfehlungen für die warme Saison

Samstag, 28. April 2018

Hermannstadt - Den Bericht zur Tätigkeit der Hermannstädter Bergrettung im ersten Semester des Jahres stellte ihr Leiter Adrian David am Mittwoch im Hermannstädter Kreisrat vor. Zwischen Januar und April konzentrierten sich die Mitarbeiter der Bergrettung auf die Vorbeugung von Unfällen, und führten präventive Patrouillen im Fogarascher und dem Cindrel-Gebirge durch. Ihre Tätigkeit entfaltete die Bergrettung mit 15 Mitarbeitern und acht Freiwilligen an den zwei festen Standorten am Bulea-See sowie auf der Hohen Rinne/Păltiniș und, auf Anfrage, auch an anderen Einsatzorten. Am Bulea standen in allen Schichten jeweils drei Retter zur Verfügung, um die eingehenden Anrufe entgegenzunehmen und gegebenenfalls an die anderen Mannschaften im Zuständigkeitsgebiet weiterzuleiten.

Ein Schwerpunkt der Rettungstätigkeit war die Koordination und Teilnahme an Rettungseinsätzen anlässlich von Un- oder Zwischenfällen im Gebirge. Anlässlich der 146 durchgeführten Einsätze betreuten oder retteten die Bergretter 173 Personen. Die meisten Fälle, 136 an der Zahl, traten auf eingerichteten Skipisten ein; im Fogarascher Gebirge bestritt die Bergrettung 6 Einsätze und die restlichen 140 im Cindrel-Gebirge. Im Vergleich zu den Vorjahren waren weniger Beinbrüche zu verzeichnen und ein einziger Todesfall. Die meisten Unfälle ergaben sich auf Skipisten, unter den Kindern und Jugendlichen zwischen 9 und 15 Jahren sowie bei den Personen im Alter von über 31 Jahren. Festzustellen war dabei, dass der Großteil der Bergenthusiasten entsprechend ausgestattet war.

Angesichts der Tatsache, dass der nahende 1. Mai wieder Gelegenheit zu Kurzaufenthalten im Gebirge bietet, empfiehlt die Bergrettung eine eingehende Dokumentation zur Route, auf der gewandert wird, sich mit der Bergrettung in Verbindung zu setzen und hier aktualisierte Informationen zur Schneeschicht und dem Zustand der Trassen anzufordern sowie den erhaltenen Empfehlungen Folge zu leisten. Eine Warnung sprach Adrian David zur instabilen Schneeschicht in der Gegend des Bulea-Sees aus, wo die Lage unberechenbar ist und sich aufgrund der Schneeschmelze jederzeit Lawinen lösen könnten. In dieser Zeitspanne wird eine Mannschaft den Standort am Bulea-See rund um die Uhr bemannen und eine weitere Mannschaft wird für Notfälle in Hermannstadt bereitstehen.

Für die Sicherheit der Touristen in der warmen Saison empfiehlt die Bergrettung, im Vorfeld Informationen zu den Trassen und von der Bergrettung über die Wetter- und Wanderbedingungen einzuholen, diejenigen Routen auszuwählen, die der eigenen Erfahrung und Kondition entsprechen und nicht davon abzugehen. Desgleichen wird empfohlen, sich nicht alleine auf den Weg zu machen, den eigenen Rucksack nicht mehr als zumutbar zu beladen und keinen Alkohol vor oder während der Wanderung zu trinken. Sollte ein Sturm aufziehen, sind die Gipfel und Kammrouten sofort zu verlassen und alleinstehende, hohe Bäume zu meiden sowie solche, die sich in unmittelbarer Nähe von Felsen befinden. Was die Ausstattung betrifft dürfen aus dem Rucksack eine kleine Erste-Hilfe-Tasche, eine Taschenlampe und Reservebatterien sowie ausreichende Getränke und Nahrung nicht fehlen. Im Notfall ist die Bergrettung über den Euronotruf 112 zu erreichen.

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