Tag der offenen Tür

Lucian-Blaga-Nationaltheater öffnet sich für Besucher

Freitag, 25. März 2016

Theatergebäude des Büros Fellner & Helmer stehen auch in Temeswar/Timişoara, Großwardein/Oradea und Jassy/Iaşi. Keineswegs waren diese Gebäude in ihrer Entstehungszeit auch immer Mittelpunkt der Stadt. In Klausenburg lag der heutige Avram Iancu Platz vielmehr am Stadtrand, dessen repräsentative Bauten ein Eindringen der Gartenstadt verhindern sollten.
Foto: Wikimedia Commons

Klausenburg – Tage der offenen Tür sind auserlesene Momente, die es ermöglichen historische Gebäude einmal genau unter die Lupe zu nehmen. Am Sonntag bietet sich diese Möglichkeit im Lucian-Blaga-Nationaltheater in Klausenburg/Cluj-Napoca. Von 12 bis 19 Uhr öffnet sich der neobarocke Bau dem Publikum. Entworfen wurde er von dem Büro Fellner & Helmer der beiden Architekten Ferdinand Fellner dem Jüngeren und Hermann Helmer, die in Österreich-Ungarn eine herausragende Stellung im Theaterbau besaßen. Ihre Bauten sind in den kleinen und großen Städten der Donaumonarchie, aber auch darüber hinaus von Hamburg bis Odessa zu finden. Dabei begingen die Wiener keinen Stilbruch. Die bis zu zwanzig Architekten erledigten Auftragsarbeiten und lieferten günstig, termingerecht und nach behördlichen Vorschriften. Das Klausenburger Theater wurde 1906 noch als ungarisches Theater eingeweiht, ehe die rumänische Bühne 1919 Einzug hielt.

Seit dieser Zeit ist auch die Rumänische Oper in dem Gebäude untergebracht, welche am Sonntag mit einem breiten Angebot für große und kleine Gäste aufwartet. Auf dem Programm stehen Schminken und Theatervorführungen des Puppentheaters für die Kinder und Filmvorführungen zu Constantin Brâncu{i, eine interaktive Kunstinstallation sowie eine Gesprächsrunde mit Maia Morgenstern, der Leiterin des jüdischen Theaters in Bukarest. „Bei besonderen Veranstaltungen haben unsere Besucher die Möglichkeit einen Blick hinter die Theaterbühne zu werfen und die Welt hinter den Kulissen zu entdecken. In den Kabinen ist jeder Gast dazu eingeladen, seine Gedanken und Gefühle, die ihn mit der Welt des Theaters verbinden, zu teilen. Die Szenen werden im Anschluss zu einem Film zusammengesetzt,“ so die Organisatoren. Das ausführliche Programm ist auf der Internetseite des Theaters abrufbar.

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