Tagung des Kreisrats

Schon wieder zahlreiche Abänderungen früherer Beschlüsse

Donnerstag, 17. Juli 2014

Reschitza - 14 der 29 Tagesordnungspunkte der ordentlichen (Juli-) Tagung des Kreisrats Karasch-Severin haben (meist) direkt oder (auch) indirekt „Abänderungen und Vervollständigungen“ früherer Beschlüsse  zum Thema. Sehen mag man das wie man will, kann es aber entweder so deuten, dass der Kreisrat bei einer Beschlussfassung eher das Abhaken des Tagesordnungspunkts statt einer Problemlösung verfolgt, oder dass die Kreisverwaltung das Experimentierfeld für die Beschlüsse mäßig qualifizierter Kreisräte ist, die sich in der Regel nach den Vorgaben ihrer lokalen Parteichefs richten. Denn die Begründungen der Beschlussvorlagen, ebenso wie diese selber, tragen meistens die Unterschrift des großen und stabführenden Chefs, Kreisratspräsident Sorin Frunzăverde.

Der Kreisrat tagt am Freitag um 12 Uhr im Tagungssaal des Kreisratsgebäudes am Reschitzaer Verwaltungsplatz. Und als erstes wird eine Umschichtung des Haushalts des Kreisrats vorgenommen, wobei auch der nächste Tagesordnungspunkt eine Haushaltsfrage bezüglich der Finanzierung kreisratsabhängiger Institutionen ist, genauso wie Punkt drei, wo es um Kredite des Kreisrats geht. Erst an vierter Stelle geht es um die Verleihung des Titels eines „Ehrenbürgers des Verwaltungskreises Karasch-Severin“ an den Komponisten und Dirigenten Sabin G. Păutza, der seinen (sehr aktiv gestalteten) Alterssitz aus New Jersey/USA wieder in seine Geburtsgemeinde Moniom bei Reschitza verlegt hat. Drei Tagesordnungspunkte beziehen sich auf die Übernahme von Liegenschaften in den privaten Besitz des Kreisrats, dann folgt die umstrittene Beschlussvorlage zur faktischen Entlassung (im Einberufungsdispositiv ist von „Suspendierung“ die Rede) des bisherigen geschäftsführenden Direktors der Verwaltung des öffentlichen und privaten Besitztums des Kreisrats, des wegen Korruption in Untersuchungshaft befindlichen Ianăş Roşeţi.

Zahlreiche Beschlussvorlagen beziehen sich auf Änderungen von Organigrammen/Funktionen von Sozial-, Pflege- und Monitoringeinrichtungen für Kinder und Senioren, aber auch auf Einschulungsquoten, der dem Kreisrat untergeordneten Volkskunstschule „Ion Românu“. Weiterhin gebastelt wird am Organigramm und der Funktionsweise („Management“) der integrierten Abfallentsorgung (die als solche überhaupt noch gar nicht funktioniert). Drei Rechenschaftsberichte an den Kreisrat sind vorgesehen, erstattet von der Volkskunstschule „Ion Românu“, dem Regionalcluster für Informationstechnologie und Kommunikation der Westregion, und dem Kreiszentrum zur Konservierung und Förderung der Traditionellen Kultur. Nicht zuletzt muss der neue Sekretär des Verwaltungskreises, Darian Ciobanu, seinen Erstbericht über die Erfüllung seines Mandats vorlegen. Er ist seit gut einem Monat im Amt.

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