Tanzperformance mit Riki von Falken

Mittwoch, 28. Januar 2015

Temeswar – Zu einer Tanzperformance mit der Berliner Choreografin und Tänzerin Riki von Falken lädt das Deutsche Kulturzentrum am 3. Februar, um 19.30 Uhr ein. Die Performance „One more than one“, die in der deutschen Presse als choreographisches Kleinod gefeiert wird, findet im Deutschen Staatstheater Temeswar statt. Die Solistin hat mit der 2003 entstandenen Performance eine Trilogie abgeschlossen, die in Deutschland legendär wurde. Darin gab Riki von Falken ihrer persönlichen Erfahrung, in der Konfrontation und dem Umgang mit Leben, Verlassenheit und Tod, Ausdruck.

In ihrer Beziehung zum Bildhauer Günter Anlauf in den neunziger Jahren erlebte die Künstlerin eine schwere Zeit, als der Partner erkrankte und sie monatelang im Krankenhaus neben dem Bett des Komapatienten verbrachte. Diese Erfahrungen bildeten einen Einschnitt in ihrem Leben. Damit veränderte sich auch, wie die Künstlerin mit ihrem Körper kommunizieren und was sie mitteilen wollte.
In diesem Stück begibt sich die Choreografin und Tänzerin auf die Suche nach der Gestalt von Erinnerung. Der Verlust des Anderen hat sich verinnerlicht. Das Leben hat sich verändert, die Erinnerung bleibt. Heute ist diese Zeit abgeschlossen. Die Rekonstruktion nach 12 Jahren eröffnet der Solistin wie auch den Betrachtern die Möglichkeit, „One more than one“ aus heutiger Sicht, in einem neuen Kontext, wahrzunehmen.

Für ihr Lebenswerk hat Riki von Falken vor Kurzem den Willms Neuhaus Preis der gleichnamigen Stiftung erhalten. An der Realisierung der Vorstellung beteiligen sich: Ralf Grüneberg (Licht/Ton), Conrad Katzer (Technik), Chris Kremberg (Kostüm) und Tania Hertling (Foto). Für die Musik zeichnen Steve Reich, Heiner Goebbels und Beat Furrer. Für die künstlerische Produktionsleitung zeichnet Katja Kettner. Die Veranstaltung wird durch das Nationale Performance Netz Gastspielförderung Tanz International aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags gefördert und findet mit Unterstützung des Goethe-Instituts und des Auswärtigen Amtes statt. Der Eintritt ist frei.

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