Tarom-Geschäftsführer muss Vertragskürzung hinnehmen

Rumänische Fluggesellschaft mit neuem Exekutivdirektor

Mittwoch, 26. Juni 2013

Bukarest (ADZ) – Für einen Eklat sorgt diese Tage der belgische Geschäftsführer der staatlichen Fluggesellschaft Tarom, Christian Heinzmann, nachdem er bekannt gab, vom Vorsitzenden des Verwaltungsrates, Dan Pascariu, zur drastischen Kürzung seiner Vertragsdauer „gezwungen“ worden zu sein. Er habe der Kürzung seines Managementvertrags auf lediglich ein Jahr zugestimmt, da ihm sonst „fristlos gekündigt“ worden wäre, sagte Heinzmann der Presse.

Damit endet das Management des Belgiers bereits im November, obwohl die Evolution der maroden Fluggesellschaft unter seiner Leitung eine durchaus gute war. Vor Heinzmann hatte bereits der Österreicher Heinrich Vystupil das Handtuch nach bloß einer Woche geworfen. Pascariu verlautbarte indes, Heinzmann habe die Vertragskürzung „freiwillig unterzeichnet“ – ihn störe wohl eher die Ernennung des neuen Exekutivdirektors, Nicolae Demetriade.

Diesem wirft der Ökonom Lucian Isar, ehemaliger Minister für das Geschäftsumfeld der Regierung Ponta I, allerdings Interessenkonflikt vor – Demetriade sei nämlich gleichzeitig Präsident des Reiseunternehmens World Travel und damit Vertreter der SAS, EMIRATES Airlines und Flydubai.

Kommentare zu diesem Artikel

Norbert, 29.06 2013, 00:26
Gibts den irgendetwas in Rumänien. das funktioniert. Allso eine rumänische firma das nur mit rumänischen geld mit rumänischen Produktenn und rumänischen Führungspersonal irgend etwas für die Welt außer Rumänien was kann.Gibt es so was??
Sorry ich hab was gefunden .Die rumänischen Schafzüchter. Ja das sind die wahren Helden >Rumäniens. Sonst aber nix..
sraffa, 26.06 2013, 20:58
Das Ganze hat Methode : Um gesichtswahrend formal den Forderungen des IMF u.a. nachzukommen werden ausländische Manager als Aushängeschild eingesetzt, solange sie nicht produktiv sind. In dem Moment in dem sie anfangen wollen ihren Vertrag zu erfüllen und das Versorgungswerk Tarom zu restrukturieren werden sie von den Kreisen kaltgestellt. Man hat ja aus den Fällen Petrom und BCR gelernt.
Skeptikus, 26.06 2013, 14:46
So kann man mit professionellem, ausländischen Management nicht umgehen. Der Verwaltungsrat ist offensichtlich gegen Transparenz und Objektivität in der Tarom.
Gerd, 26.06 2013, 11:27
Ein gut ausgebildeter Fachmann-und dazu noch ein Ausländer(die ja sowieso nur Böses im Schlide führen) in Führungsposition passt ganz einfach nicht in das rumänische Kleptokratensystem. Lieber macht man Verluste ohne Ende, lässt diese sich vom Staat(sprich Steuerzahler) subventionieren und teilt dann den Kuchen unter sich auf.Es ist eine Tragödiel was sich in diesem Land abspielt.Alle in Europa wissen es und keiner tut etwas.

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