Tarom hat neuen Geschäftsführer und Finanzvorstand

Dienstag, 06. November 2012

Bukarest (ADZ) - Der 59-jährige Belgier Christian Edouard Heinzmann wurde vom Verwaltungsrat zum neuen Geschäftsführer (CEO) des Flugunternehmens Tarom ernannt. Dieser wird seine Stelle zum 19. November antreten, wobei die Vertragsdauer vier Jahre beträgt. Heinzmann hat entsprechend einer Pressemitteilung des Unternehmens eine 25-jährige Erfahrung in der Luftfahrt und war unter anderem Geschäftsführer der Luxemburgischen Fluggesellschaft Luxair.

Neuer Finanzvorstand (CFO)  wird der Brite Michael Moriaty, welcher seine Stelle zum 12. November mit einer Vertragsdauer von einem Jahr antreten wird. Der Pressemitteilung zufolge wurden die Stellen mit Heinzmann und Moriaty besetzt, da es in Rumänien keine Personen mit der nötigen Erfahrung für die Umstrukturierung des Unternehmens gibt. Im Aufgabenbereich der beiden liege aber auch die Mitgestaltung eines Nachfolgeplans, welcher nach Ablauf der Verträge die Neubesetzung der Stellen mit rumänischen Managern ermöglichen soll.

Vergangene Woche hatte der Mitte Oktober für den Geschäftsführer-Posten ernannte Österreicher Heinrich Vystoupil auf die Stelle verzichtet.

Kommentare zu diesem Artikel

sraffa, 07.11 2012, 01:26
Bezüglich des Unfalles zitiere ich aus Wikipedia : "......2011 wurde bekannt, dass die zum Absturz führende Fehlfunktion, die durch ein defektes oder fehlerhaftes Bauteil am Flugzeug verursacht worden war, der Luxair seit Jahren bekannt war und dass Luxair trotz Aufforderung durch den Hersteller Fokker nichts dagegen unternommen hatte.[18] Es habe in den vergangenen 40 Jahren zahlreiche Beinahe-Katastrophen gegeben. Luxair habe hier allerdings über Jahre systematisch Vorfälle vertuscht. Zudem gab es 2003 einen Beinahe-Unfall mit einer Embraer. Auch hier wurde eine "Service-Bulletin" aus dem Jahr 2002 einfach ignoriert.[19] ..."

Ich denke, Heinzmann hat hieraus und auch aus allen Beinahe-Pleiten der Luxair gelernt und wird seine Erfahrungen der Führung einer kleinen, frankophilen und oft restrukturierten Fluggesellschaft gewinnbringend bei TAROM einsetzen.

Glaubt mir, ich will hier mit diesem Beitrag wirklich keinen Freiflug bei TAROM ergattern. Sehen wir es mal so : Als die Luftfahrt erfunden wurde war Rumänien ganz ganz vorne dabei ! Jetzt sollte man alles tun damit diese TAROM eine solide Zukunft erhält !
sraffa, 07.11 2012, 01:10
@Guido: Wahrscheinlich nicht viel; an dem Unfall damals trugen auch organisatorische Fehler bei - hierfür trägt der CEO Verantwortung. Aber finden Sie erst einmal bessere Manager die sich Rumänische Politiker als Eigentümer des von Ihnen geführten Unternehmens antun wollen. .
Guido, 06.11 2012, 17:30
Das mag evtl. Zufall sein, mit dem Bericht, aber was hat der Herr Heinzmann mit dem Absturz zu tun, das war ja sicher nicht sein Verschulden!
sraffa, 06.11 2012, 17:07
Ich fliege seit 1993 regelmäßig mit TAROM und war letztlich immer zufrieden; daher wünsche ich der Gesellschaft und ihren produktiven Beschäftigten alles Gute für die Zukunft.
Michel, 06.11 2012, 13:00
Am 6. November 2002 stürzte eine Fokker der Luxair beim Landeanflug über Luxemburg ab. 20 Menschen starben. Christian Heinzmann war damals Vorsitzender der Luxair. Interessant, dass auf den Tag genau 10 Jahre danach so eine Pressemitteilung kommt.
sraffa, 06.11 2012, 12:47
Es ist nur zu wünschen daß die Untersuchungsbehörden mindestens die gleiche Intensität an Spitzeln in den Verwaltungsstrukturen bei Post, Bahn usw. unterhalten wie vor 1989; anders ist aktuell dem Betrug dort nicht beizukommen.
sraffa, 06.11 2012, 12:43
Rudi hat ganz sicher Recht mit seiner Einschätzung. Jedoch glaube ich persönlich daß der überwiegende Teil der Verluste bei TAROM im Zusammenhang mit der personellen Übersetzung ( Vetternwirtschaft +Nepotismus ) steht. Bei CFR, Post etc wird im weit größeren Umfang weit mehr im Einkauf betrogen. Daher wird auch der Widerstand gegen eine Neubesetzung der Führung weit grösser sein !
Rudi, 06.11 2012, 10:50
Und gleich bei der Post + Bahn weitermachen, denn auch diese Betriebe werden mit einem parteiunabhängigen Management , sehr schnell aus den roten Zahlen gehen! Ich möchte ja nicht wissen , was bei der Fuhrparkerneuerung der Post wieder alles getrieben wurde, usw.!Genauso bei der Bahn, denn die Fahrgastzahlen, und auch der Bedarf der Bahn, ist ja sehr hoch, und da ist sicher auch Geld zu verdienen!!

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