Teil der Arader Autobahn weiterhin ohne Baufirma

Samstag, 07. Juni 2014

Arad - Zum Leidwesen der Autofahrer erhalten die Bauarbeiten an der Autobahn Nadlak – Arad periodisch aus verschiedensten Gründen stets einen neuen Aufschub. Gestartet wurden die Arbeiten an dieser westlichsten und strategisch wichtigen Autobahnstrecke Rumäniens mit einer Gesamtlänge von 39 Kilometern –  sie soll den Anschluss an die kurz vor Fertigstellung stehende  ungarische Autobahn im Rahmen des paneuropäischen Korridors IV bilden – schon im Oktober 2011 mit zwei Teilstrecken. Mit dem Bau der ersten Teilstrecke wurde bekanntlich die rumänisch-portugiesische Firmengruppe Romstrade Monte-Adriano Engenharia e Construcao-Donep Construct für insgesamt 115,8 Millionen Euro beauftragt. Wegen starken Verspätungen bei den Arbeiten kündigte die Landesgesellschaft für Autobahnen und Nationalstraßen CNADR zu Jahresende 2012 diesen Bauvertrag, für die Fertigstellung der Strecke wurde sodann im Dezember 2013 die deutsch-italienische  Firmengruppe Astaldi-Max Boegl mit einem Vertrag im Wert von 69 Millionen Euro betraut.

Noch schwieriger kommen jedoch die Arbeiten auf der Baustelle der zweiten Autobahn-Teilstrecke vorwärts: Die Arbeiten wurden hier stillgelegt, diese Teilstrecke befindet sich seit Monaten weiterhin ohne Baufirma, nachdem die damit beauftragte Baufirma Alpine Bau aus Österreich im Vorjahr überraschend ein Insolvenzverfahren angemeldet hat, die bis zu jenem Zeitpunkt 84,75 Prozent der Arbeiten fertiggestellt hatte. Eine neue Ausschreibung betreffend diesen Bauvertrag im Gesamtwert von 177,4 Millionen Lei bzw. 40,3 Millionen Euro wurde von CNADR erst für den 23. Juli angekündigt. Als eine der entscheidenden Bedingungen für den Sieger dieser Ausschreibung gilt da höchstwahrscheinlich die kleinste Summe der Baukosten. CNADR hofft nun, einen entsprechenden Bauausführer ausfindig zu machen, der diese Autobahn-Teilstrecke in 56 Monaten ab Vertragsabschluss auch planmäßig beenden kann. Das Projekt wird zu 85 Prozent mit Strukturgeldern finanziert, den Restbetrag steuert die rumänische Regierung über das Transportministerium bei.

Kommentare zu diesem Artikel

Alexander, 08.06 2014, 00:41
Unfähige Exekutive

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