Teillösung des Trinkwasserproblems

Rathaus Karansebesch und AquaCaraș teilen sich die Aufgaben

Freitag, 09. November 2018

Karansebesch - Eine Zwischen- oder Teillösung des Problems der Verwaltung der Siedlungswasserwirtschaft von Karansebesch kam diese Woche nach längeren Verhandlungen zwischen der Stadt Karansebesch und AquaCaraș zustande: Das Rathaus übernimmt das alte Wasserwerk im Balta-Sărată-Viertel und lässt es abreißen und verschrotten, die Siedlungswassergesellschaft übernimmt das neue Klärwerk in dem Karansebesch eingemeindeten Jupa und macht es wieder funktionsfähig. Inzwischen verzichten beide Seiten auf die Nutzung der Tiefwasserbrunnen beim alten Wasserwerk und AquaCaraș trifft Maßnahmen zur Beschleunigung des Baus des neuen Wasserwerks der Stadt, wobei die Rohwasserversorgung, trotz bisheriger Probleme (ADZ berichtete), weiterhin aus dem Stausee bei Zervești gesichert werden soll.
Die Einigung zwischen der Stadt Karansebesch und AquaCaraș kommt ziemlich überraschend, vor allem nach dem jüngsten arrogant-forschen Auftreten von AquaCaraș-Manager Nicolae Miu-Ciobanu, des pensionierten Polizeiobersts, vor dem Stadtrat Karansebesch, wo er einfach ultimativ forderte, die Stadt soll beide Objekte übernehmen und in Ordnung bringen. Bürgermeister Felix Borcean lud daraufhin Vertreter von AquaCaraș zu einem Gespräch, das Anfang dieser Woche stattfand. Daraufhin erklärte er: „Ich glaube, die Lösung, zu der wir einvernehmlich kamen, ist die einzige tragbare. Wir übernehmen das alte Wasserwerk und schließen es, um es abzureißen und zu verschrotten, AquaCaraș kümmert sich um das Klärwerk von Jupa, bringt es in Schuss und nutzt es zu dem Zweck, zu dem es neugebaut wurde. Uns erwachsen aus dieser Lösung keine zusätzlichen Kosten, im Gegenteil, das Alteisen könnte profitabel verkauft werden. Auch AquaCaraș dürfte mit dem neuen Abwasserklärwerk in Jupa nicht falsch gehen, wenn es mal in Schuss gebracht wird. Nachdem sie zugesagt haben zu dieser Lösung, scheinen sie auch davon überzeugt zu sein.“
Das alte Wasseraufbereitungswerk im Karansebescher Stadtteil Balta Sărată wurde bislang als Reserve-Aufbereitungswerk genutzt, weil wegen der schlechten Qualität des Rohwassers aus Zervești effektiv Probleme mit der Qualität des Trinkwassers aus dem neuen Aufbereitungswerk entstanden, die das Trinkwasser von Karansebesch ungenießbar machten: ein in den Stausee, oberhalb der Entnahmestelle, mündender Bach war so trüb (wegen bachaufwärts stattfindender Forstschläge und der Transporter, die das Bachbett als Forststraße nutzten, weil kein Forsttransportweg vorhanden war), dass die Filter binnen Stunden vermüllt waren und aus den Leitungen in Karansebesch trübes Wasser floss, das nur abgekocht und bloß zum Waschen benutzbar war. Dieses Problem soll jetzt im Griff sein, vor allem weil die Forstschläge „abgeerntet“ sind.
Trotzdem bleibt der Karansebescher Bürgermeister Felix Borcean vorsichtig: „Ich hüte mich, einen Termin zu nennen, wann AquaCaraș der Stadt aus dem neuen Aufbereitungswerk und derselben Ressource Stausee Zervești qualitativ gutes Trinkwasser liefern wird. Mir schweben immer wieder die Probleme vor den Augen, die wir im Banater Bergland mit der Zentralen Mülldeponie und -aufbereitungsanlage in Lupak haben, deren Termin der Inbetriebnahme schon um mehr als drei Jahre überzogen ist... Ich sage bloß: Je rascher es AquaCara{ gelingt, gutes Trinkwasser zu liefern, umso besser!“

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