Temeswar, damals und heute

Ein Händereichen über das Jahrhundert in Bildern

Dienstag, 05. September 2017

Die alte Kirche der Fabrikstädter orthodoxen Gemeinde (im Hintergrund) wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut. Ungefähr hundert Jahre später kam die neue, größere Kirche hinzu. Die alte Kirche wurde abgerissen, da Arbeiten an der Modernisierung des Bega-Kanals vorgesehen waren. Postkarte Sammlung Dr. Thomas Remus Mochnacs.

Blick auf die mittlerweile auch schon über 100 Jahre alten Kirche heute.
Foto: Zoltán Pázmány

Ein Stück Stadtgeschichte, ein Stück Temeswar, wie wir es heute nicht mehr erleben, das präsentiert die Postkarte, die wir heute ausgewählt haben: Zwei Kirchen sind darauf abgebildet, aber nur eine davon steht heute noch, die Fabrikstädter rumänisch-orthodoxe Kirche „Sf. Ilie“, die also dem Heiligen Propheten Elias gewidmet ist.

Die Kirche in der heutigen Andrei-Șaguna-Straße Nr. 12 wurde von 1912 bis 1913 erbaut. Als Architekt gibt die Webseite der Stadtverwaltung primariatm.ro Ion Niga an, die Wandmalerei ist das Werk von Ion Zaicu. Anderen Quellen zu Folge ist der Architekt Székely László, der Temeswarer Stadtarchitekt, dessen Namen mit den meisten Prunkbauten in der Innenstadt verbunden ist und dem Sezession -Stil verbunden war. Vier Pfarrer und ein Diakon sind heute in der orthodoxen Pfarrei der Fabrikstadt tätig. Fast 2700 Gläubige gehören zu dieser Pfarrei.

Was es mit der kleineren Kirche im Hintergrund auf sich hat, ist eben das Stück Stadtgeschichte, das wir ansprechen wollen: Es ist die alte Kirche, die dem Heiligen Elias geweiht war und wegen der Arbeiten am Bega-Kanal abgerissen wurde. Die Stadtverwaltung hat sich Anfang des 20. Jahrhunderts verpflichtet, eine neue, größere Kirche zu errichten. Diese wurde dann auch aus öffentlichen Geldern erbaut, für die Inneneinrichtung hat die Gemeinde Spenden eingebracht.

Für kurze Zeit nur sah man sowohl die Kirchtürme der alten als auch der neueren Kirche in diesem historischen Stadtviertel und dieses Moment wird von der Postkarte festgehalten.

Die neue Kirche wurde vor wenigen Jahren renoviert und auch künstlerisch beleuchtet. Damit ist die Architektur auch nachts eine Freude fürs Auge.

 

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