Temeswar, damals und heute

Ein Händereichen über das Jahrhundert in Bildern

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Der Wasserpalast vor Jahrzehnten…
Postkarte: Sammlung Dr. Thomas Remus Mochnacs.

… und heute: in neuem Kleid. Wieder eine Augenfreude.
Foto: Zoltán Pázmány

Die Bega als schiffbarer Kanal ist eine Errungenschaft, dann eine Selbstverständlichkeit für die Temeswarer gewesen: So kam es, dass der Bau des als Wasserpalast bekannten Gebäudes, das der Fußgänger, der sich aus dem Opernplatz in Richtung Marienplatz bewegt nach dem Passieren der Brücke rechterhand begrüßt, ein Symbol für diese Errungenschaft war. Und mit seiner prunkvollen Architektur Maßstäbe setzen wollte. Die Postkarte hält diese erstarrte Schönheit fest.

Lange Jahre, Jahrzehnte hat das Gebäude eigentlich nur die Erinnerung an den alten Glanz und die alte Gloria festgehalten. Es ist den in der kommunistischen Periode geborenen Temeswarern auch nicht als Wasserpalast, sondern als Gebäude der CFR, der Rumänischen Bahn, bekannt gewesen, deren Büros hier eingezogen waren.

So wurde das Gebäude nach der Wende auch der Zankapfel zwischen CFR und ABAB – das rumänische Kürzel steht für die Verwaltung des Banater Wasserbeckens. Schließlich konnte diese ihr Recht auf das Gebäude auch durchsetzen. Etwa drei Millionen Euro haben dann die sich in die Länge gezogenen Sanierungsarbeiten gekostet, auch haben manche Experten etwas daran auszusetzen, wie sie gemacht wurden. Andererseits kann man sich nur freuen, dass das Gebäude aufpoliert wurde und wieder zu einem Hingucker für die Passanten, aber auch für die Autofahrer oder alle Menschen, die mit der Tram die Trajansbrücke passieren – Richtung Elisabethstadt und Josephstadt. Offenbar ist das Projekt auch in dem Kontext wichtig, in dem die Lokalverwaltung ein größeres Augenmerk auf die Bega richten will sowie der Schifffahrt auf dem von langzeitiger Verwahrlosung stark betroffenen Kanal.

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