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Mittwoch, 09. November 2011
Temeswar (ADZ) - Die Bemühungen in Westrumänien haben sich durchaus gelohnt: Das Deutsche Konsulat in Temeswar/Timişoara bleibt in seiner derzeitigen Form als Berufskonsulat bestehen.
Diese Information bestätigte Konsul Klaus Christian Olasz, Leiter des Konsulats. Monatelang hatten sich Behörden und Politiker dafür eingesetzt, unterstützt wurden sie von Unternehmern, Kulturschaffenden und der breiten Bevölkerung. Als erste Reaktion bedankte sich der DFDR–Abgeordnete, Ovidiu Ganţ, „bei allen, die zum Erhalt des Konsulats beigetragen haben“.
Damit hat das monatelange Tauziehen um den Erhalt des Konsulats, das Mitte 2012 geschlossen werden sollte, ein Ende. In diplomatischen Kreisen hatte es geheißen, die diesbezügliche Entscheidung des Auswärtigen Amtes sei nicht rückgängig zu machen. Unterdessen hatten die Medien – vor allem die Banater Zeitung und die Deutsche Sendung von Radio Temeswar – eine massive Kampagne gegen die Schließung gestartet.
Nach einem Wendepunkt sah es am 3. Oktober aus, als ob die Bundestagsabgeordnete und langjährige Rumänienfreundin Susanne Kastner neue Hoffnung brächte. „Entgegen mancher Aussagen ist das keine beschlossene Sache“. Man sei auf einem guten Weg, das Konsulat beizubehalten, hatte Kastner am Tag der Deutschen Einheit vor versammeltem Haus in der Temeswarer Staatsoper gesagt. Anfang dieser Woche sah sie sich in ihrer Aussage bestätigt.
ich gratuliere meinem Kollegen Klaus Olasz, und meinen ehemaligen Kollegen, daß es "wieder einmal" gelungen ist, die Schließung des Konsulats abzuwenden.
So ging es über viele Jahre. Ich hatte den Eindruck: der Botschaft in Bukarest war das Konsulat immer lästig, und das Auswärtige Amt hat sich nicht dafür interessiert. Vom damaligen (hervorragenden) Außenminister Hans Dietrich Genscher: "Hier kommt ein Konsulat hin, sofort", eingerichtet, im AA: "Was sollen wir denn da!" abgelehnt, hat das Konsulat viele Jahre hervorragende Arbeit geleistet.
Unter, schriftlich bescheinigten, unwürdigen Arbeitsbedingungen! Und, dabei für den deutschen Fiscus enorm viel Geld eingefahren.
Wenn jetzt ein kleines Konsulat, welches (nicht für die deutsche Wirtschaft), sondern für die kleinen Leute, eine so große Rolle spielt, geschlossen werden sollte aus fiscalischen Gründen, dann kann man nur ungläubig den Kopf schütteln angesichts der Summen, die für Zockerbanken (staatliche, wohlgemerkt), zur Rettung ausgegeben werden. Ich weiß, daß dies mittlerweile abgedroschen wirkt, aber damit wird es nicht unwahrer!
Herzlichen Glückwunsch,
(solange er hält),
Emil Alfter
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