Temeswar – Kulturhauptstadt Europas 2021

Bunte „Balkanik Art“ in Calpe-Galerie zu sehen

Dienstag, 14. März 2017

Bei der Vernissage der Ausstellung in der „Calpe“-Galerie.

Die Blicke heften sich an die starken Farbkontraste auf dem Plakat: Rot, Grün, Blau, Gelb – das sind dieser Woche die Farben des Balkans. Gegenwartskünstler aus Serbien und Bulgarien stellen zurzeit in der Temeswarer „Calpe“-Galerie aus. Unter dem Titel „Balkanik Art“ sind Gemälde ausgestellt, die die Unterschrift von Malern aus den Nachbarländern tragen. Veranstalter sind das bulgarische Honorarkonsulat in Temeswar und der Verein „Krila Andzela“ aus Novi Kozarci (Serbien).

Das Bild, das auch das Werbeplakat ziert, trägt die Unterschrift Milena Krstins. Ihr gehören auch viele andere Gemälde, die in der Calpe-Galerie ausgestellt sind. Auch diese setzen auf Farbenfreude und Farbkontraste: Da ist zum Beispiel ein Baum, der in Braun, Tannengrün, Magenta, Gelb, Hellbraun, Hellgelb und schließlich in frühlingshaftem Gelbgrün abgebildet ist: ein Baum durch das Jahr und durch die Jahreszeiten, Augenblicke aufgenommen und zusammengebracht, wie in einem Blumenstrauß.

Die Vernissage der Ausstellung fand vergangener Woche statt und brachte Besucher aus Temeswar und der Umgebung, aber auch aus dem Ausland zusammen. Die Einleitung machte Călin Petcana, der Inhaber der Calpe-Galerie. Das Wort ergriff darauf Gheorghe Nacov, der Honorarkonsul Bulgariens in Temeswar: „Der Konsularkorps aus Temeswar, der der größte landesweit ist, unterstützt Temeswar im Hinblick auf das Kulturhauptstadtjahr 2021. Ich bin selbst Banater, geboren in Dudeştii Vechi, der bekannten Bulgaren-Gemeinde. Am 3. März haben wir den Nationaltag Bulgariens in Dudeştii Vechi gefeiert. Es ist dies die Gemeinde mit der größten Anzahl von Bulgaren in Rumänien. Dort haben wir den offiziellen Teil begangen, heute wollen wir uns auf den kulturellen Teil fokussieren“. Auch hob er hervor, dass „die jetzigen Beziehungen zwischen Bulgarien und Rumänien auf ihrem höchsten Niveau sind, wir haben seit vor nicht so langer Zeit 135 Jahre seit dem Beginn diplomatischer Beziehungen zwischen den beiden Staaten gefeiert“. „Das Banat kann auf seine Bulgaren stolz sein. Die Ausstellung ist ein guter Anlass, uns den Temeswarern noch einmal vorzustellen“, meinte Gheorghe Nacov, der bei der Vernissage von einer Gruppe junger Bulgaren begleitet wurde.

Für den serbischen Part der Ausstellung war Milan Reljic, der Vorsitzende des Vereins „Krila Andzela“ zuständig. Călin Petcana stellte ihn vor: „Der Reservist – Milan Reljic war Oberst – der sich der Kunst widmet, hat sein Eigenheim in Novi Kozarci umgestaltet, um Künstlercamps zu organisieren. Der Verein ‚Krila Andzela‘und sein Vorsitzender sind in Serbien sehr wohl bekannt, aber auch im Ausland. Außerdem vertritt Milan Reljic das serbische Königshaus in Sachen Kunst“.

„Es ist dies nicht meine erste Ausstellung in Rumänien, bereits zwei wurden in Dudeştii Vechi veranstaltet“, erklärte Milan Reljic, „die Zusammenarbeit ist noch enger geworden, das ist die natürliche Entwicklung dieser Beziehung“.

Ehrengäste bei der Vernissage waren der deutsche Konsul Rolf Maruhn, der zugleich auch der Präsident des Konsularkorps in Temeswar ist, sowie Präfekt Mircea Băcală. Im Temeswarer Konsularkorps sind alle in Temeswar akkreditierten Konsuln sowie die Honorarkonsuln zusammengeschlossen. Mit seinen 16 Mitgliedern ist dies der wohl größte Konsularkorps in einer osteuropäischen Stadt. Bereits 2016 hatte der Konsularkorps die Unterstützung der Stadt für die Gewinnung des Titels einer Kulturhauptstadt Europas

Die Ausstellung kann bis zum 24. März von Dienstag bis Freitag zwischen 15 und19 Uhr besichtigt werden. Samstags sind Besuche nach einer telefonischen Absprache möglich: 072480303.

 

 

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