Temeswar plant erneut Stadt-Großraum

Strategie soll umliegende Ortschaften einbeziehen

Mittwoch, 20. Mai 2015

Auch zuletzt vor allem durch den Häuserbau aufstrebende Gemeinden wie Girok (im Bild das Gemeindezentrum) sollten in einen Masterplan eingebunden werden und gemeinsame Projekte durchführen und jene der Nachbarortschaften berücksichtigen. Eine eigene Verwaltung könnten sie trotzdem behalten.
Foto: Zoltán Pázmány

Die Idee ist eigentlich alt: Allein die Leute, die sie umsetzten sollen sind meist recht neu in ihrem Ämtern. Eine Metropolitanzone um Temeswar will der Bürgermeister der Großstadt, Nicolae Robu. Zunächst sollen die anrainenden Gemeinden als eine Art Vorstädte der Großstadt angeschlossen werden. Vor Jahren schon war eine sogenannte Metropolitanzone im Großraum Temeswar geplant, doch manch ein Bürgermeister einer aufstrebenden Gemeinde hatte damals etwas dagegen. Geblieben sind von dieser Idee heute allein die mit „M“ gekennzeichneten Überlandbusse, die aus Temeswar in einige der umliegenden Gemeinden verkehren. Ein Zusammenschluss der Kommunen gilt ersteinmal als Grundbedingung, wenn die aus Arad und Temeswar angeregte Idee eines Entwicklungspols im Raum der beiden westrumänischen Städte irgendwann einmal Wirklichkeit werden sollte.

Nicole Robu geht grundsätzlich davon aus, dass Temeswar als Stadtgebiet expandieren werde, mit oder ohne Metropolitanzone. Deshalb gibt es seiner Meinung zwei Möglichkeiten. Zum einen: Dass alles dem Zufall überlassen wird, zum anderen ist das Zusammenwachsen der Ortschaften im Großraum Temeswar über einen gemeinsamen Plan machbar. Nicolae Robu sieht es als sinnvoll an, die Stadt und die Nachbargemeinden in eine Strategie einzubauen, da Projekte nach einem nachhaltigen Plan ablaufen sollten. Am Beispiel eventueller Ansiedlung von Firmen, die den Umweltnormen nicht gerecht werden, zeigt Robu die Notwendigkeit einer gemeinsamen Strategie auf. Wenn es nun eine der Gemeinden mit den Umweltauflagen nicht so genau nimmt, werde sich ein Unternehmen, das die Umwelt verschmutzt, möglicherweise irgendwann auf dem Stadtgebiet befinden, wenn man da nicht vorbeugt, sagt Robu. Konkret weißt er auf eines seiner besonderen Steckenpferde hin: „Als die Eisenbahnlinien gelegt wurden, die sich heute auf dem Stadtgebiet befinden, liefen diese ja auch nicht durch die Stadt“, hebt Robu immer wieder die ihn störenden Gleise hervor. Deshalb müsse man Visionen haben und perspektivisch denken, sagt der Bürgermeister von Temeswar.

Die Ortschaften, die zunächst auf der Liste stehen, die letztendlich den Großraum Temeswar bilden sollen, sind Dumbr²vi]a, Girok, Giroda, Sanktandres/ Sânandrei, Neubeschenowa/ Dudestii Noi, Rumänisch-Sanktmichael/ Sânmihaiu Român, Schag und Neumoschnitza/ Mosnita Noua; wobei Robu zugibt, dass die die Expansion auch weitere Gemeinden aus dem nahen Umfeld mit einschließen könnte.

 

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