Temeswarer Kinderkrankenhaus hat eine halbe Million Schulden

Stadtverwaltung ficht Rückerstattung eines Krankenhausflügels an

Freitag, 23. August 2013

Temeswar - Das Kinderkrankenhaus „Louis }urcanu“ muss Schulden in Höhe von 500.000 Lei tilgen. Die Gesundheitseinrichtung hat laut dem stellvertretenden Bürgermeister Dan Diaconu vier Jahre lang keine Miete an Henriette Reiber ausgezahlt – der Eigentümerin eines der Gebäude, in denen das Krankenhaus untergebracht ist. Bis 2010 stand das Louis-Ţurcanu-Krankenhaus in der Verantwortung des Gesundheitsministeriums. Grund, weshalb die Stadt Temeswar/Timişoara die Gelder zur Tilgung der Schulden nicht bereitstellen darf. Nun soll im Stadtrat darüber abgestimmt werden, ob man 500.000 Lei aus dem Haushalt dafür ausgeben wird. Nach der Wende wurde der deutschstämmigen Henriette Reiber ein Gebäude zurückerstattet, das laut Dokumenten ihrem Vater gehört haben soll. Laut Rückerstattungsgesetz hätte das Gesundheitsministerium Reiber finanziell entschädigen müssen, stattdessen erhielt sie das alte Haus zurück. Die Stadtverwaltung ficht nun die Rückerstattung gerichtlich an. Aus den alten Dokumenten geht hervor, dass Reibers Vater nicht der alleinige Eigentümer der alten Immobilie war, sondern nur Teilaktionär. Dieser Befund sowie die Tatsache, dass das Gesundheitsministerium bei der Rückerstattung gesetzwidrig gehandelt hat, könnten Reiber das Eigentumsrecht absprechen. Das Gebäude würde dann wieder der Stadt Temeswar zugesprochen werden.

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