Temeswarer Milch für Hermannstadt

Nicht konforme Milchprodukte führen zu Änderungen im Programm „Milch und Kipfel“

Freitag, 09. Oktober 2015

Hermannstadt – Nachdem sich zahlreiche Eltern der Kinder und Schüler in den Hermannstädter Bildungseinrichtungen wiederholt über die Qualität der im Rahmen des Programms „Milch und Kipfel“ gelieferten Milch- und Backwaren beschwert haben, hat die Leitung des Kreisrates des Kreises Hermannstadt/Sibiu eine umfassende Kontrolle angeordnet, um eine genaue Bestandsaufnahme in jeder Schuleinrichtung im Kreis erstellen zu lassen. Gleichzeitig fanden mehrere Treffen mit den Vertretern der Firma S.C. Achiziţii şi Dezvoltare Târgu Jiu, dem Gewinner des öffentlichen Ausschreibungsverfahrens, statt. Infolge dieser Gespräche hat der Dienstleister den Lieferanten der Milchprodukte bereits zum zweiten Mal ersetzt, sodass in rund zwei Wochen das Temeswarer Unternehmen S.C. Simultan Timişoara ultrahocherhitzte Milch in Getränkekartons mit Strohhalm liefern wird. Der Produzent der Backwaren, die S.C. Succes Nic Com aus Thorenburg/Turda bleibt weiterhin an Bord und bewerkstelligt in Zukunft die Lieferung aller Produkte an die Schuleinrichtungen im Kreis.

Hierzu hat die Firma auf ihr Lager in Heltau/Cisnădie verzichtet und liefert die Milch- und Backwaren nun direkt von ihrem neuen Standort in Hermannstadt aus. „Das Kontrollpersonal hat alle Schuleinrichtungen im Kreis überprüft und Gespräche mit den Schulleitern geführt, welchen bei dieser Gelegenheit mitgeteilt wurde, dass auch die Kindergärten und Schulen die Bedingungen zur Lagerung der Lebensmittel zu erfüllen haben. Infolge dieser Kontrollen haben wir die Firma in Târgu Jiu aufgefordert, alle festgestellten Mängel zu beheben. Die stichprobenartigen Kontrollen werden wir fortsetzen, weil wir sicherstellen wollen, dass die Produkte für den Verzehr durch die Kinder geeignet sind und dass sie die Schuleinrichtungen innerhalb der Lieferfristen erreichen.“ so Constantin Şovăială, der stellvertretende Vorsitzende des Hermannstädter Kreisrates. Über 43.000 Kinder im gesamten Kreis Hermannstadt erhalten die Jause im Rahmen des Programms „Milch und Kipfel“. Die Produkte erreichen täglich 86 Schuleinrichtungen im urbanen und wöchentlich knapp 200 im ländlichen Raum.

Kommentare zu diesem Artikel

Entsetzt, 10.10 2015, 11:34
Backwaren aus Turda? In Heltau? wo es eine riesige Bäckerei gibt? Kann man den Kindern denn keine frischen Kipfel anbieten und nicht diesen abgepackten 'Müll'. Und die Milch kommt aus Temeswar? Wo es in der Marginime hundert Tausende Hektoliter Biomilch gibt, die gar nicht verkauft werden kann. Etwas ist faul im Landkreis Hermannstadt... Verkehrte Welt!
rudi, 10.10 2015, 08:15
Vielleicht sollte sich auch die DNA..mal mit diesen Lieferverträgen etwas genauer Auseinandersetzen....womöglich sind diese Produkte noch " schmierig "....
rudi, 10.10 2015, 07:09
Wer soll das noch verstehen,Sibiu hat mehrere Großbachbetriebe....und da liefert ein Betrieb aus Turda...billigere Backwaren, und das mit über 130 Km Anfahrtsweg...nur auf Kosten der Quallität?..Kann da nicht ein lokaler Backbetrieb täglich frische Ware an die Schulen liefern..so wie es auch in Deutschland üblich ist...ich hab mai so ein Kipferl...in Folie verpackt probiert....eckelhaft....was man unseren Kindern da zum Essen gibt....!!!! Das Thema Milch...das lass ich mal dahingestellt...auch hier sehe ich lokale Möglichkeiten...zumindest als gesünder an!!!

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*