Temeswarer protestieren gegen amtsenthobenen Präsidenten

Antonescu bekennt sich zu westeuropäischen Prinzipien

Dienstag, 17. Juli 2012

Temeswar (ADZ) - „Ich bin ein Berliner“: Mit diesen Worten versuchte der Interimspräsident Crin Antonescu (USL), Europa zu besänftigen, als er am Sonntagabend vor die Temeswarer trat. Mehr als 5000 Personen hatten sich auf dem Domplatz in Temeswar/Timişoara versammelt, um sich an dem Anti-Băsescu-Protest zu beteiligen. 

Veranstaltet wurde die Demo von der Sozialliberalen Union. Mit Bussen beförderten die Lokalpolitiker Anhänger aus den benachbarten Verwaltungskreisen – Karasch-Severin, Arad und Hunedoara – nach Temeswar. Der Bürgermeister der Stadt, Nicolae Robu, der Vorsitzende des Temescher Kreisrats, Titu Bojin, aber auch der Schriftsteller Mircea Dinescu und der Schauspieler Dorel Vişan kamen zu Wort. Der seit acht Jahren amtierende Staatschef Traian Băsescu müsse ihren Aussagen nach abtreten – dafür sollten die rumänischen Bürger am 29. Juli im Referendum stimmen.

Interimspräsident Crin Antonescu, der den Ausspruch des ehemaligen US-Präsidenten J. F. Kennedys „Ich bin ein Berliner“ (1961) zitierte, meinte damit, dass er die Werte Westeuropas teile. Die EU-Kommission hatte sich nämlich besorgt gezeigt über die staatliche Einflussnahme der rumänischen Regierung auf das Justizsystem. Auch die deutsche Bundesregierung warf Rumänien vor, rechtsstaatliche Prinzipien zu verletzen.

Kommentare zu diesem Artikel

Hanns, 17.07 2012, 17:46
Herr Antonescu soll sein Maul halten – mit diesem historischen Zitat aus dem Mund dieser Kreatur fühle ich mich beleidigt!
Außerdem hat er als Präsident (wenn auch nur Interimspräsident) nichts auf einer Parteiveranstaltung der USL verloren.
banater klausi, 17.07 2012, 15:52
bla-bla-bla; was dies angeht, Base hat recht - was hat ein Antonescu bei der Veranstaltung verloren? Die USL forciert und forciert - die werden dadurch nur Stimmen im Herbst verlieren.

Und bezogen auf "Ich bin ein Berliner" - es gibt leider keine pro D Orientierung der Politik in RO, es waren immer andere Länder viel interesanter für die RO Politik. Wieder & weiterhin in die falsche Richtung ... :-(

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