Theater, Fotografie, Lesungen und noch viel mehr

Ein Gespräch mit Roxana Florescu, Leiterin des Deutschen Kulturzentrums Kronstadt

Samstag, 26. Januar 2013

Roxana Florescu, Leiterin des Deutschen Kulturzentrums Kronstadt Foto: Hans Butmaloiu

2012 war ein volles Jahr für das Deutsche Kulturzentrum Kronstadt, mehrere Ausstellungen zogen Zuschauer an, Konzerte begeisterten junges und älteres Publikum, deshalb auch die Neugierde was für 2013 im Angebot steht. Eine Übersicht der schon festgelegten Veranstaltungen, beziehungsweise die Fortsetzung einiger schon laufender Projekte, aber auch mehrere Vorhaben für welche noch kein Datum und Stunde vorgesehen ist, bietet Roxana Florescu, Leiterin des Kulturzentrums.


Als erste Veranstaltung dieses Jahres ist am 23. Januar eine Festveranstaltung vorgesehen welche in der Mansarde des Baiulescu-Hauses stattfinden wird. Der Anlass ist in diesem Jahr ein besonderer, es sind 50 Jahre seit der Unterzeichnung des „Elysee – Vertrages“ und so wird diese Ausgabe unserer jährlichen „Deutsch – Französischen“ Veranstaltung unter diesem Zeichen stehen.

Auch dieses Jahr ist unser Hauptpartner bei dieser Veranstaltung die „Alliance Française“. Wir haben schon einen Ablauf festgelegt, es werden, wie immer ,Vertreter der Konsulate, aber auch aus dem Bereich Wirtschaft anwesend sein. Und natürlich gibt es eine musikalische Einlage.

(Für unsere Leser muss an dieser Stelle betont werden, dass alle Veranstaltungen natürlich auch selbständig, im Vorfeld angekündigt werden und über mehrere – so wie gewohnt – auch Berichte erscheinen werden. )

Als zweite Veranstaltung, am 14. Februar, kann ich eine Fotoausstellung ankündigen welche sich „Die ganze Stadt“ nennt. Sie gehört zu der Reihe von Wanderausstellungen welche wir jährlich mit dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) veranstalten. Es handelt sich dabei um sechs Autorinnen welche sich der klassischen , chemischen Fotografie verschrieben haben. Der Titel der Ausstellung geht von einem Werk von Max Ernst aus – eine Vision welche gleichzeitig beeindruckend und bedrückend ist – von einer Traumstadt, in welcher Natur- und Kulturraum ineinander fließen. Noch mehr Einzelheiten folgen zu gegebener Zeit. Standort wird das Kunstmuseum sein; es ist auch ein Workshop vorgesehen.

Ausgebaut, oder besser gesagt erweitert haben wir ein schon laufendes Projekt, welches sich „Mach mit und lies weiter!“ nennt und ein Leseförderungsprogramm ist. Das Angebot für 2013 erstreckt sich nun auf die Klassen I-IV, mit für jede Altersgruppe angepassten Vorlagen: „Märchenwerkstatt“ für die I. Klasse, „Literaturprojekt“ mit der Vorlage der „Hexe Lilli“ für die II. Klasse. Die IV. Klasse kann eine Literaturreise unternehmen, ein Ausflug auf der Suche nach dem Land unserer Träume. Beteiligen können sich nur ganze Klassen, in Begleitung ihrer Lehrerin nach Voranmeldung. Für mehr Einzelheiten stehen wir wann immer zur Verfügung.

Wie verlief der erste Teil dieses Programms?

Sehr gut! Wir haben diese Bücher welche eingesetzt werden in unserer Bibliothek, sie stehen zur Verfügung und finden Anklang, sehr guten sogar.
Eine andere zeitlich schon festgelegte Veranstaltung sind unsere Filmtage, bekannt aus den Vorjahren. Die „Deutschen Filmtage“ sind ja bekannt, dieses Jahr, da werden wir die Deutsch-Französischen Filmtage veranstalten. Das ist im April, Tage und Uhrzeiten werden wie gesagt noch angekündigt. Eine vorläufige Auswahl haben wir noch nicht festgelegt, aber es werden drei Tage sein, einer mit deutschen, einer mit französischen Filmen und einer mit Koproduktionen. Dann folgen die Tage der „Stenischen Lesungen“.

Was ist unter diesem Namen zu verstehen?

Es sind drei Lesungen und zwar vorgetragen von Schauspielern, auf Rollen/Personen aufgeteilt. Die Texte sind Übersetzungen von drei Dramen, für welche wir die Vertriebsrechte haben: „Der Mann, der die Welt aß“ von Nis Momme Stockmann. Dann „Daddy“ von Anne Habermehl und „Die Kaperer“ von Philipp Löhle, letzteres mit brandaktuellem Thema und zwar Umwelt. Übersetzer der Werke ist Ciprian Marinescu welcher im Auftrag des Goethe Institutes gearbeitet hat. Als Zeitspanne ist Mai, Juni und November vorgesehen.    

Wer werden die Schauspieler sein, welche lesen werden?

Studenten der Nationalen Hochschule für Theater und Kino, also werdende Künstler, wenn ich das so umschreiben kann. Da wir vorher November erwähnten, füge ich an dieser Stelle noch eine Veranstaltung hinzu, an welcher wir ja auch noch arbeiten. „Märchenwelten“ ist der Titel und gewidmet ist sie dem Brüder-Grimm-Jahr 2012. Eine zweite Fotoausstellung, neben der im Frühling, wird „Angehaltene Zeit“, sein, mit dem Untertitel „Bilder vom Tanz“, würde ich jetzt sagen.

Wir beabsichtigen diese Ausstellung mit einer Tanzvorstellung zusammenzuführen, doch wird an diesem Projekt noch gearbeitet. Ebenso wird auch an einem Projekt gearbeitet, welches wir für Oktober einplanen wollen, die Lesung einer Autorin, Jutta Richter. Für September oder Oktober planen wir eine Aufführung mit der Theatergruppe „Turbo Pascal“, genau wie die Programmierersprache. Das Stück nennt sich „Roboterträume“ doch dazu kann ich noch keine weiteren Einzelheiten geben. Vorgespräche für eine andere Veranstaltung mit noch nicht festgelegtem Termin führen wir auch für ein Kinderkonzert mit dem One-Man Entertainer Frederik Walde, einem Autor und Verfasser von Hörbüchern. 

Neben allen Veranstaltungen und Ausstellungen werden natürlich auch die Sprachkurse und all unsere gewohnten Tätigkeiten fortgesetzt.

Vielen Dank für diese Ausführungen!

Die Fragen stellte
Hans Butmaloiu

Kommentare zu diesem Artikel

anaBelle, 27.01 2013, 21:49
Szenische Lesungen, nicht "Stenische Lesungen"
semiramis, 27.01 2013, 13:16
In der Darstellung von Frau Florescu fehlt das Euroart Jugendthesaterfestival. Ein Versehen oder ein bedauerlicher Verlust im Kulturprogramm des Deutschen Kulturzentrums Kronstadt?

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