Tiefgründige Liebeserfahrungen und wertlose Papierflieger im Klassenraum

Freitag, 13. Juli 2018

In „Avioane de hârtie“ von Elise Wilk wird Zweisamkeit dem Neid und Spott des Freundeskreises ausgesetzt.
Foto: Dragoș Dumitru

Hermannstadt - Aufstrebende Schauspieler des Radu-Stanca-Theaters Hermannstadt/Sibiu (TNRS) und begabte Studierende des Theaterstudiengangs an dem Departement für Schauspielkunst der Lucian-Blaga-Universität Hermannstadt (ULBS) unternehmen demnächst eine inländische Gastspielreise in die westliche Kreishauptstadt Arad, um am Mittwoch, dem 18. Juli, um 18 Uhr auf der Bühne des örtlichen Klassischen Ioan-Slavici-Theaters das von ADZ-Redakteurin Elise Wilk, Kronstadt/Brașov, in rumänischer Sprache verfasste Drama „Avioane de hârtie“ (Papierflieger) aufzuführen, dessen Premiere im September 2017 in Hermannstadt stattgefunden hatte. Ebenfalls hat das eigens für diese Inszenierung aus angehenden Schauspielern und erfahrenen Akteuren zusammengesetzte Ensemble anlässlich seiner kürzlich erfolgten Teilnahme am Internationalen Festival der Theaterausbildungszentren Bukarest am Samstag, dem 7. Juli, „Avioane de hârtie“ im großen Werkstatt-Auditorium der Nationalen Universität für Theater- und Kinokunst Bukarest aufgeführt. Die Vorstellung derselben Inszenierung unter der Regie von Eugen Gyemant am kommenden Mittwoch in Arad findet während des ebendort veranstalteten „Start“-Festivals landesweiter Theaterschulen statt.

Autorin Elise Wilk zeigt im Drama „Avioane de hârtie“ bedenkliche Perspektiven in Bezug auf den sozialen Umgangston Heranwachsender und Jugendlicher untereinander auf, der aktuell auch in den öffentlichen Schulkreisen Rumäniens traurigerweise von einer steten Zunahme verbaler Gewalt und Zügellosigkeit geprägt ist. „Avioane de hârtie“ stellt die einfühlsame Liebesgeschichte zweier Jugendlicher und unbarmherziges Mobbing, hier als Zivilisationskrankheit frühreifer Erwachsenengesellschaft dargestellt, in einen realitätsnahen Vergleich. Die Inszenierung bringt zudem ausgesprochen laute Klänge und weitere Spezialeffekte auf die Bühne, auch ist sie Jugendlichen unter 16 Jahren, sowie Zuschauern, die an chronischer Epilepsie leiden, nicht empfohlen.

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