Timişoara-Gesellschaft verteidigt László Tökés

Auszeichnung soll auch anderen Persönlichkeiten aberkannt werden

Dienstag, 15. März 2016

Temeswar – Die Timişoara-Gesellschaft hat Anfang der Woche einen offenen Brief an den Staatspräsidenten Klaus Johannis geschrieben. Dies, nachdem der Präsident angekündigt hatte, dass dem EU-Abgeordneten László Tökés die höchste Auszeichnung Rumäniens, der Orden „Stern Rumäniens“, entzogen wird (die ADZ berichtete). Nun verfasste die Gesellschaft einen weiteren offenen Brief und verlangt von Johannis, auch anderen rumänischen Persönlichkeiten diese Auszeichnung abzuerkennen. Es geht dabei um Leute, die zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden oder die wegen verschiedener Umstände der Auszeichnung nicht mehr würdig sind. Dabei stellte der Vorsitzende der Timişoara-Gesellschaft, Florian Răzvan-Mihalcea, auch eine Liste von Personen auf, die mit der Auszeichnung nicht mehr vereinbar seien. Er fordert, dass all diesen Personen die Würdigungen aberkannt werden.

Bisher hat die Gesellschaft „Timişoara“ folgende Personen identifiziert: Ex-Premierminister Adrian Năstase wurde 2002 der Orden „Stern Rumäniens“ im Grad des Großkreuzes verliehen; er saß danach eine Gefängnisstrafe ab; die ehemalige Chefin des Bauamts, Irina Paula Jianu, wurde 2004 der Verdienstorden im Ritterrang zuerkannt; auch sie saß im Gefängnis; Ex-Verkehrsminister Miron Mitrea wurde 2002 mit dem „Stern Rumäniens“ im Ritterrang ausgezeichnet; er sitzt heute im Gefängnis; Dr. Şerban Alexandru Brădişteanu erhielt im gleichen Jahr den „Stern Rumäniens“ im Rang des Obersten Offiziers, wurde später auf Bewährung verurteilt; Emilian Vasile Cutean, ehemaliger Staatssekretär für die Anliegen der Revolutionäre, erhielt 2004 den Orden der Treue im Ritterrang - er sitzt im Gefängnis. Auf der Liste der Timişoara-Gesellschaft ist auch noch Rodica Mihaela Stănoiu zu finden. Die Ex-Justizministerin war nachweislich ein notorischer  Spitzel der Securitate. Sie erhielt 2002 den „Stern Rumäniens“ im Ritterrang. All diese ausgezeichneten Personen wurden zu mehreren Jahren Haft verurteilt oder haben zum Teil während des Kommunismus mit Ceauşescus gefürchteter Geheimpolizei, der Securitate, zusammengearbeitet.

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred, 15.03 2016, 21:15
Es scheint Auszeichnungen in RO zu geben,auf die man getrost verzichten kann,um nicht in einen schlechten Ruf zu bekommen.Schlafen Johannis und seine Berater ???

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