Titanic-Stimmung bei der PDL: Neue Überläufe zur PNL

Blaga rechnet mit Staats- und Ex-Parteichef ab

Donnerstag, 28. März 2013

Bukarest (ADZ) - Nach wie vor herrscht Eiszeit zwischen den beiden verfeindeten Flügeln der oppositionellen Liberaldemokraten, hinzu kommt nun auch eine Untergangsstimmung, die am Dienstag zu neuerlichen Überläufen zur PNL führte.

So gaben der geschäftsführende Vorsitzende der PDL-Niederlassung Mehedin]i, Ion Marcel Veda, dessen erster Stellvertreter und früherer Präfekt des Kreises, Ion Mîţu, sowie elf weitere liberaldemokratische Bürgermeister aus der Region ihren Austritt aus der Partei und Eintritt in die PNL bekannt.
PDL-Chef Vasile Blaga war entsprechend um Schadensbegrenzung bemüht: Die Abgänge seien absehbar gewesen, die Abtrünnigen hätten alle dem jüngst zu den Liberalen übergelaufenen ehemaligen ersten stellvertretenden PDL-Vorsitzenden Mihai Stănişoară nahegestanden.

Am Abend rechnete der weiterhin umstrittene Parteichef mit dem Staatsoberhaupt und früheren Parteivorsitzenden ab, der der unterlegenen Elena Udrea den Rücken gestärkt hatte: Die PDL werde auch künftig nie für ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Staatschef stimmen, da es dem Land schade, doch werde man ihm in solch einem Fall auch nicht mehr unterstützend zur Seite stehen. „Er hat klargestellt, dass er im Alleingang weitermachen will und dass wir ein Mühlstein für ihn waren“, so Blaga. Die Partei werde fortan ihren eigenen Weg gehen.

Kommentare zu diesem Artikel

Norbert, 29.03 2013, 21:51
Schon während des Krieges liefen die Rumänen zu anderen Seite, wie ihre blutsverwandten die Italiener . Im Irak Krieg das gleiche,die Deutschen und Franzosen sagen nein. Rumänien hält den Arsch hin und lässt ihn sich versilbern. glaubten sie. Jetzt sind sie die dummen,deswegen wechseln sie auch ihre Parteien,wie ihre Vorfahren .. das ist für die übrige Welt normal wenn sie das ließt. Immer den Arsch wenden und ihn versilbern lassen. denken sie. Zum schluß sind sie dann immer die dummen..so war es ..so ist es.. und über die Zukunft sollen die Romas entscheiden..
sraffa, 28.03 2013, 23:52
@Helmut : Stimme Dir zu; aber warum bestrafen die Wähler die Wanderung der Opprortunisten nicht ? Wohl deshalb weil keine wirklich inhaltliche Auseinandersetzung mit Programmen/Kandidaten statt findet. Offensichtlich ist es in weiten Teilen des Landes immer noch so daß man mit Würstchen, Bier, Schnaps und noch einem geteerten Weg Stimmen bekommt. Das ist natürlich ein Dorado für Geschäftsleute welche Rattenfänger-Techniken beherrschen und kühl kalkulieren.
Manfred, 28.03 2013, 19:23
Die Wankelmütigkeit ist das Privileg der Kleinen im Geiste...Das gab es leider schon immer in RO,für mich nicht nachvollziehbar,das solche Typen trotzdem gewählt werden
strigoi, 28.03 2013, 18:29
Was Johannis betrifft, so stimme ich Helmut ausdrücklich zu.
Norbert, 28.03 2013, 17:51
FÜR DEUTSCHE IN DEUTSCHLAND UNWICHTIG GEHT NUR RUMÄNEN WAS AN. AUSSERDEM KENNEN DIE DEUTSCHEN DAS JA VON RUMÄNEN SCHON SEIT JAHRZEHNTEN. DIE LEUTE KAUFEN SICH NE BUSFAHRKARTE UND LAUFEN NACH DEUTSCHLAND ÜBER ..LANGWEILIG..
Helmut, 28.03 2013, 14:24
"Die Ratten verlassen das sinkende Schiff".Kaum gibt es in der eigenen Partei Probleme,schon beginnt das lustige wandern von einer Partei zur anderen.Es ist eigentlich unglaublich welchen Charkter alle diese Wandervögel haben.Das Land ,die Bevölkerung und auch nur die geringsten politischen Ideale sind diesen Typen vollkommen egal.Es geht ihnen nur um das erhalten ihrer eigenen Pfründe(Einkünfte) und Interessen.Rumäniens Rechtsparteien bieten der Welt wieder ein schmutziges Schauspiel.Man kann nur hoffen,daß in Zukunft nur eine Minderheit der rumänischen Wähler diesen Politikern und ihren Parteien das Vertrauen schenken werden.Dies sollte bereits bei den kommenden Wahlen zum EU-Parlament und auch für das Präsidentenamt zum Ausdruck kommen.Alle diese Wendehälse von" Johannis bis Stanisoara" dürfen nie mehr in eine politische Körperschaft des Landes gewählt werden.Das ein Antonescu als Präsident für das Land demokratiepolitisch eine Katastrophe wäre, haben die Rumänen bereits mehrheitlich erkannt.Herr Ponta ,die PolitikerInnen der PSD und die gesamte Partei können jetzt der Bevölkerung zeigen,daß sie anders sind,und eine echte Alternative zu diesen andern Parteien darstellen.

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