Tökés hat einen Wunsch: Protektorat Siebenbürgen

Schnapsidee auf der Sommerschule Balvanyos

Dienstag, 30. Juli 2013

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Nachdem sich die UDMR-Jugend in diesem Jahr nicht an der Sommerschule in Balvanyos beteiligt hat, wurde der Tummelplatz anderen Kräften der ungarischen Minderheit überlassen.

Am weitesten ins Kraut schießen konnte der Europaparlamentarier Lászlo Tökés, der sich an den ungarischen Premier Viktor Orbán mit dem Wunsch wandte, aus Siebenbürgen ein Protektorat zu machen: „Wir bitten Viktor Orbán und die Regierung, die er leitet, ein System der nationalen Kooperation zu schaffen, sodass ein Protektorat für Siebenbürgen entsteht, so wie das Österreich für Südtirol gemacht hat.“ Rumänische Historiker meinen dazu, dass dies bloß eine Sommeridee sei – zwar eine gefährliche –, denn nicht einmal zur Türkenzeit sei Siebenbürgen ein Protektorat gewesen, ein Paschalyk war bloß Budapest.

Der ungarische Premier Viktor Orbán, der Anfang 2014 einen Wahlkampf vor sich hat und auch die Stimmen der Ungarn in Rumänien braucht, die die doppelte Staatsbürgerschaft besitzen, hütete sich in seiner Ansprache vor Ausdrücken wie „Autonomie des Szeklerlands“, betonte aber umso mehr, dass er die Stimmen braucht. Nur mit einer starken Parlamentsmehrheit könne er seine Politik fortsetzen.

Im Gespräch zwischen Viktor Orbán und UDMR-Vorsitzendem Hunor Kelemen sagte dieser, dass es im Interesse der hiesigen Ungarn sei, dass es zwischen Rumänien und Ungarn „normale und konstruktive“ Beziehungen gibt.

Kommentare zu diesem Artikel

Ottmar, 01.08 2013, 15:36
Lieber Norbert mit meinen laut Hitlerschem reinrassigen Stammbaum immer in Deutschland/Bayern gelebten Vorfahren aus mindestens 21 Generationen kannst du garantiert nicht mithalten
Norbert, 01.08 2013, 15:01
Wenn ich die Beiträge zu diesem hema lese. Da kommt nur ein Fazit i Frage. jeder normale Mensch und insbesondere Deutsche Siebenbürger Sachsen. Würden mit absoluter Mehrheit sagen. Siebenbürgen weg von Rumänen dann geht es aufwärts. ier in diesem Forum sind aber keine Siebenbürger Sachsen hier sind Rumänen die auf Deutsch schreiben,und ds muß man immer wieder herausstellen.Damit wir Deutschen nicht mit diesen romanisierten Deutschen in einen opf kommen.Besonders die Siebenmbürger Sachsen verwehren sich strikst dagegen.Die Aussage der Ungarn ist schon sinnvoll und hat wird auch auf eit erfolg haben.Denn von Deutschland aus wird ein Europa der Regionen befürwortet und von vielen anderen Ländern auch da werden die Nichtskönner nichts dgegn machen können.Denn Siebenbürgen ist Hehlerware.GESTOHLENE Ware.Da sind die Rumänen in der geschichte immer sehr hellhörig gewesen..
Ottmar, 01.08 2013, 12:58
Dann interpretiere ich Ihre Nachricht so. Wenn er geschrieben hätte, "der Nazi Lászlo Tökés fordert ein Protektorat für Siebenbürgen", dann ist das nach Ihrer Meinung Wertfrei. Denn wer ein Protektorat fordert ist ein Nazi!!!!!!!!!!!!!!!! Es ist wahr und ist keine Beleidigung denn es ist eine Tatsachenbehauptung.
Siegrid, 01.08 2013, 12:12
Ottmar: "Die Nachricht ist ja Wertfrei aber mit der nötigen Bewertung"
Alles klar, Ottmar, Sie haben es auf den Punkt gebracht. Schade nur, dass hier die ADZ-Redaktion nicht Stellung bezieht. Schweigen und es so weiter laufen lassen ist zu wenig.
Ottmar, 01.08 2013, 02:28
Die Nachricht ist ja Wertfrei aber mit der nötigen Bewertung. Die Aussage ist Wertfrei wiedergegeben, oder soll man beim Zugunglück in Spanien sagen, der Lokführer hat einen Unfall gemacht und es gab 79 Tote Passagiere. Wollen sie so eine Berichterstattung..
Übrigens so wie alles Wertfrei in Rumänien ist.
80 % Steuerhinterziehung bei Brot darf auch nicht gesagt werden ist sicher nicht Wertfrei, da spekulativ.
Siegrid, 31.07 2013, 18:06
"Und bewerten wird der Verfasser ja wohl noch dürfen..." - Falsch, Otmar, in einer Meldung hat der Verfasser jegliche Bewertung zu unterlassen. Hier geht es nicht um eine persönliche Meinungsäußerung. Die kann der Verfasser in einem Kommentar veröffentlichen. Hier geht es um eine wertfreie Nachricht.
Ottmar, 31.07 2013, 14:48
Ich weiss nicht woher sie ihre Hochdeutsche Interpretation gelesen haben. Das Wort „ins Kraut schiessen“ ist jedenfalls eine klare Umschreibung des Verfassers dieses Artikels auf die Forderung nach einem Protektorat mit Nationalsozialistischem Ansatz. Dass diese Forderung weit über eine normale demokratische Forderung hinaus geht, oder eben „ins Kraut schiesst“, darf der Verfasser doch schreiben. Es ist nur eine Bewertung der Forderung des Europaparlamentarier Lászlo Tökés nach einer total unsinnigen ja sogar hirnrissigen Forderung eines Nationalsozialisten . Und bewerten wird der Verfasser ja wohl noch dürfen oder wollen sie hier eine neue Form der Zensierung von Reportagen einführen. Das hatten sie in Rumänien ja schon einmal. Kann es sein dass sie vielleicht nicht wissen was das Wort ins Kraut schiessen bedeutet. Empfehlung Schauen sie mal im Duden nach.
Siegrid, 31.07 2013, 14:14
Sie haben meine Kritik MISSVERSTANDEN, Ottmar. Es ist unerheblich, welchen persönlich Standpunkt der Autor dieser Agenturmeldung bzw. die Online-Redaktion der Allgemeinen Deutschen Zeitung in der Sache hat.
Eine Meldung einschließlich des Titels darf keine Urteile und Bewertungen enthalten.
Im Hochdeutschen ist die Wendung "ins Kraut schießen" nicht eben Ausdruck neutraler Betrachtung, sondern wertend zu verstehen.
Meine persönliche Sicht tut hier nichts zur Sache. Meine Kritik war rein fachlicher Art.
Ottmar, 31.07 2013, 13:01
Liebe Sigrid, das dürfte wohl die Meinung des Verfassers sein dass die Forderung von Lászlo Tökés weit über eine normale Beziehung zweier Länder hinausgeht. Dazu bedient er sich des Weit ins Kraut schiessen. Dieses ist zumindest in Bayern keine herabwürdigende Meinung sondern eine saubere Beurteilung der Forderung des Europaparlamentariers Lászlo Tökés. Erstens gibt es kein Protektorat Tirol – Südtirol. Tirol Südtirol und Trentino bilden seit 1998 eine Europaregion wie dies auch die EUREGIO Bayerischer Wald – Böhmerwald – Unterer Inn oder auch z.B. Saar-Lor-Lux = Saarland, Lothringen Luxemburg bilden und viele andere Regionen in Europa. Betrachtet man die Bevölkerungsstruktur der hirnrissigen Forderung eines Protektorat des Ungarischen neuen kleinen Führers und Europaabgeordneten Lászlo Tökés dann trifft folgendes zu. Südtirol hat ca. 70 % deutschsprechenden Anteil und ca. 26% italienisch und 4% Ladinisch. Siebenbürgen hat 75 % rumänisch sprechenden Anteil und eine 19 % Minderheit von Ungarn. Was soll da ein Protektorat wie das Hitler in Böhmen und Mähren errichtet hat und damals das alles unter Deutscher Herrschaft und Verwaltung. Will der liebe Lászlo Tökés ein neuer Führer werden und das Protektorat Siebenbürgen unter Ungarischer Herrschaft anstreben muss er neben seinen Forderungen sich nur noch ein kleines Schnauzbärtchen wachsen lassen. Ist übrigens wirklich eine Schnapsidee aber auch die Ungarn sind bekannt dafür dass sie zu viel Schnaps saufen.. @ Sigrid höre ich bei deiner Kritik heraus, dass du mit einem Nationalistischen Herrschaftsanspruch a la tausendjähriges Reich kokettierst.
Siegrid, 31.07 2013, 11:34
Der Untertitel zeugt von unsauberem Journalismus, denn die Meldung darf nicht subjektiv bewerten. Dazu gibt es Kommentare. Auch ich halte diese Tökes-Aussagen für abwegig. Doch Formulierungen wie "Am weitesten ins Kraut schießen konnte ..." haben in so einem Artikel nichts verloren. Hier zeigen sich leider Defizite im professionellen Handwerk. Die ADZ sollte solche Fehler vermeiden.

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