Touristen beobachten Bären in der Natur

Kronstädter Forstrevier richtete zwei Stände ein

Samstag, 17. September 2016

Kronstadt – Einen neuen Anziehungspunkt gibt es in der Stadt unter der Zinne für Touristen. Diese müssen nun um Bären zu sehen, nicht mehr nur zum Bärenreservat nach Zărneşti fahren, oder wie vor zehn Jahren, zu den Müllplätzen im Stadtviertel in Ragadotal, um diese dort beim Wühlen in den Containern zu fotografieren. Auch kommen nur noch selten welche dahin, da die meisten Müllbären in andere Gebiete verbracht wurden. Das Forstrevier Kronstadt, das dem Bürgermeisteramt unterstellt ist, hat 2013 einen Beobachtungsstand in dem dazugehörigen Wald im Tömösch-Tal für seine Förster und auch die Jäger errichtet. Da auch Touristen die Bären dort im Freien beobachten möchten, sicherte das Forstrevier sich so ein zusätzliches Einkommen.

In den Wäldern im Umfeld der Bergmassive Hohenstein/Piatra Mare und Schuler/Postăvarul leben laut den vorgenommenen Zählungen rund 80 Bären, statt der 20, die sich in einem solchen Areal aufhalten dürften. Diese wandern nicht nur durch die Wälder der Bergmassive, sondern müssen auch Bahngleise und die Nationalstraße überqueren und sind so gelegentlich Gefahren ausgesetzt, wie der Leiter des Forstreviers Dan Olteanu einer Kronstädter Tageszeitung erklärte.

Die steigende Nachfrage nach Beobachtungsmöglichkeiten führte dazu, dass bereits ein zweiter Stand zur Beobachtung der Bären errichtet wurde,ein dritter soll hinzukommen. Durchschnittlich finden sich jeden Abend 30 bis 40 Personen ein, um Braunbären vor das Objektiv zu bekommen. Die meisten davon sind ausländische Touristen, die das Wild – außer Bären sind auch Wildschweine und Füchse zu beobachten – fotografieren möchten. Pro Person zahlen diese 25 Euro. Bei Aufnahmen für Dokumentarfilme oder Fernsehgesellschaften werden, laut Abkommen, größere Summen kassiert. Bis zu den Beobachtungsständen werden die Touristen mit eigenen Wagen des Forstreviers transportiert, da die Bären an deren Motorlärm schon gewöhnt sind.

Für gewöhnlich bleiben die Gäste zwei bis drei Stunden auf einem der Stände, bis klar ist, dass keine Gefahr besteht. Erst dann dürfen sie den Stand verlassen, um zurück gebracht zu werden. Im Vorjahr hat das Forstrevier ein Einkommen von 60.000 Lei aus diesem Angebot erzielt, heuer sind es schon 100.000 Lei. Das Geld wird für die Nahrung der Tiere, Aufforstungen und andere Tätigkeiten des Forstamtes verwendet. Gegenwärtig hat das Amt schon Reservierungen seitens der Touristen für die nächsten beiden Monate vorgenommen.

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