Touristische Reiserouten im Kreis Hermannstadt

Kreistourismusverband plant thematische Schwerpunkte in der Tourismusförderung

Freitag, 12. Oktober 2012

Hermannstadt - Der Kreis Hermannstadt/Sibiu bietet den Touristen aus dem In- und Ausland eine Fülle an Sehenswürdigkeiten. Doch gerade diese Tatsache bereitet vielen Besuchern des Kreises gewisse Schwierigkeiten bei der Auswahl ihres Zielortes. Dies stellten die Mitarbeiter des Hermannstädter Kreisverbandes für Tourismus (AJTS) fest und beschlossen den Touristen zu helfen. Fünf thematische Reiserouten sollen die Auswahl erleichtern.

Jede der fünf Regionen des Kreises Hermannstadt zeichnet sich durch eine Besonderheit aus. So ist die Mărginimea Sibiului durch Schafzucht und Käseproduktion berühmt. Die Gegend zwischen dem Alt/Olt und dem Fogarascher Gebirge/Munţii Făgăraş ist historisch als Grenzgebiet zwischen Österreich-Ungarn und der Walachai anzusehen. Das Harbachtal/Valea Hârtibaciului sowie das Kokeltal/Valea Târnavelor zeichnen sich sowohl durch den Reichtum an Kirchenburgen als auch durch die besondere Schönheit der Natur aus. Nicht zu vergessen die Umgebung von Salzburg/Ocna Sibiului, die eine jahrhundertelange Geschichte des Salzabbaus vorweist.

Diese Besonderheiten sollen nun durch die Bewerbung der thematischen Reiserouten aufgegriffen und weiterentwickelt werden. So sollen nach der Idee der Mitarbeiter von AJTS ein Käse-Weg, ein grüner Weg des Harbachtals, ein Weg der Wehranlagen im Kokeltal, ein Salz-Weg und eine Strecke der historischen Zollstationen im Fogarascher Gebirge ausgewiesen werden. Geplant ist die Aufstellung von 45 Informationstafeln in 43 Ortschaften, 132 Hinweisschilder an Straßen für 40 Baudenkmäler, sechs Museen und acht Tourismusinformationen sowie weitere 50 Schilder an den Nationalstraßen im Kreisgebiet.

In den einzelnen Gebieten ist die Einrichtung von Besucherzentren, z.B. für das Naturschutzgebiet Natura 2000 Fogarascher Berge, die Ausschilderung von Radwegen, das Anlegen von Aussichtsplattformen, den Ausbau des Schutzhüttensystems. Begrüßenswert ist der Plan, in den unter UNESCO-Schutz stehenden Dörfern Birthälm/Biertan und Wurmloch/Valea Viilor die derzeit oberirdischen Stromleitungen in die Erde zu verlegen. Neue Museen sollen eingerichtet werden, beispielsweise ein Salzmuseum, oder Informationszentren, in denen Besucher die lokalen Traditionen kennen lernen können.

Desgleichen kündigte der Kreisrat an, die unter dem gewesenen Kreisratsvorsitzenden Martin Bottesch initiierte Entwicklungsstrategie für die Hohe Rinne/Păltiniş-Cindrel, des Badekurortes Baaßen/Bazna und des Skiortes Bulea/Bâlea fortzuführen.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*