Transavia übernimmt Food 2000 SRL

Über Karlsburg kommt aus Bokschan wieder Hühnerfleisch

Freitag, 07. November 2014

Bokschan – Der größte rumänische Produzent von Hühnerfleisch, Transavia aus Karlsburg/Alba Iulia, hat die insolventen Bokschaner Hühnerfarmen mit Schlachthaus, die Firma Food 2000 SRL, für zwei Millionen Euro – dem vom Insolvenzverwalter festgelegten Startpreis der Verkaufsausschreibung – übernommen.

Wie der in Temeswar/Timişoara angesiedelte gerichtlich bestellte Insolvenzverwalter mitteilt, ist die Transaktion vollständig abgeschlossen – das heißt, auch die Kaufsumme ist bereits überwiesen – und die Aktiva des zahlungsunfähigen Unternehmens aus Bokschan/Bocşa sind vollständig von Transavia übernommen worden. Transavia hat sich bislang zur Transaktion und seinen weiterführenden Plänen bezüglich den beiden Bokschaner Farmen und dem Schlachthaus noch nicht offiziell geäußert. Die beiden Hühnerfarmen von Bokschan – in der kommunistischen Zeit waren es sechs Farmen, und zwar sowohl für Fleisch- als auch für Legerassen, die zum Teil verkauft und umfunktioniert wurden (u.a. entstanden hier eine Textilfabrik und eine Möbelfabrik), zum Teil aber als Farm zur Aufzucht und Verwertung von Fleischrassen weiter betrieben wurden, unter diversen Pächtern und Besitzern. In kommunistischer Zeit produzierte „Avicola” Bokschan rund 2,5 Millionen Schlachthühner pro Jahr.

In Bokschan spekuliert man auf ein Hochfahren der Produktion der beiden Farmen und des Schlachthauses und, selbstverständlich, in Richtung Beibehaltung zumindest eines Teils des Personals, was von den Transavia-Vertretern vor Ort nicht verneint wird, „sofern sich das Personal den Regeln und internen Vorschriften von Transavia anpassen kann”. Vom Augenblick an, wo Transavia die volle Produktionskapazität der beiden Bokschaner Fleischhühnerfarmen nutzen wird, dürfte der Jahresausstoß des Nahrungsmittelunternehmens aus Karlsburg die 100.000-Tonnen-Grenze erreichen.

Vom Insolvenzverwalter verlautete, dass die Kaufsumme für Food 2000 SRL „für die Begleichung der Schulden gegenüber den Banken, dem Fiskus und mehrerer Zulieferer eingesetzt” wird. Damit hoffe man, „bis zum 30. September 2016 die uns gerichtlich gestellte Aufgabe der Reorganisation von Food 2000 SRL abschließen” zu können.

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