Transelectrica und der Fonds Proprietatea bestimmten das Börsengeschehen

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Mittwoch, 19. November 2014

Der Börsenbetrieb startete unentschlossen in der vergangenen Woche. Die Indizes schlossen uneinheitlich. Der Hauptindex, der den gesamten Markt abbildet, musste Verluste hinnehmen. Am Ende des ersten Handelstages stand der Finanzwerte-Index ROTX als Gewinner da, mit einem Tagesplus von 0,07 Prozent. Der Tagesumsatz war mit umgerechnet drei Millionen Euro mehr als bescheiden. Dabei trugen Transaktionen mit Aktien des Mineralölkonzerns OMV Petrom (SNP, 0,426 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9) mit 40 Prozent sogar den Großteil des Umsatzes.

Der Fokus änderte sich am Folgetag, als die Aktien des Stromvertriebsunternehmens Transelectrica (TEL, 29,1 Lei, ISIN ROTSELACNOR9) mit einem Tagesplus von 2,64 Prozent und dem höchsten Umsatz unter den gehandelten Aktien schlossen. Der Verlust von 2,82 Prozent der Aktien der Banca Transilvania (TLV, 1,72 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) drückte gleich mehrere Indizes: BET, BET-TR si BET-XT. Die Bank hat eine recht hohe Gewichtung in diesen Indizes. Immerhin kletterte der Tagesumsatz auf umgerechnet 5,4 Millionen Euro.
Auch der Mittwoch brachte keine Entspannung an der Bukarester Wertpapierbörse. Sämtliche Indizes schlossen im Minus, der Umsatz fiel um 34 Prozent auf 3,5 Millionen Euro zurück. Zwanzig Prozent davon machte der Handel mit Aktien des Fonds Proprietatea (FP, 0,943 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) aus. Im Rahmen des Aktienrückkaufs, bei dem 750 Millionen Aktien vom Markt genommen werden sollen, wurden bereits 710 Millionen Aktien gezeichnet.

Erst am Donnerstag kamen die ersten Signale auf, die auf eine Teilentspannung hinwiesen. Sie startete mit dem ROTX-Index, der inmitten eines verlustreichen Börsentages als einziger Index im Plus schloss. Der Verkauf einer Beteiligung von 23,64 Prozent am Pipelinebetreiber Conpet Ploieşti (COTE, 52,1 Lei, ISIN ROCOTEACNOR7) durch den Fonds Proprietatea ließ den Umsatz auf umgerechnet 30 Millionen Euro ansteigen. Damit ist auch der Wochendurchschnitt gerettet, er liegt mit umgerechnet 10,97 Millionen Euro weit über dem der Vorwoche (8,34 Millionen Euro).

Der Donnerstag leitete eine Trendwende ein für die vergangene Woche. Am vergangenen Freitag schlossen die meisten Indizes an der Hauptbörse im Plus, sodass auf Wochensicht zumindest der Energiewerte-Index BET-NG einen Gewinn ausweisen konnte. Die übrigen Indizes schlossen die Handelswoche mit Verlusten unter einem Prozent, BET und ROTX blieben hinter ihren psychologischen Grenzen von 7000 beziehungsweise 13.000 Punkten zurück. Zu den großen Wochengewinnern gehört Transelectrica mit einem Plus von 7,7 Prozent, dank der guten Quartalsergebnisse.

Rasdaq

Der Handel am Sekundärmarkt Rasdaq startete kraftvoll mit einem Tagesumsatz von 0,16 Millionen Euro. Doch gleich am Tag darauf gab es praktisch nur noch dank eines Übernahmeangebots Betrieb am Rasdaq. Von den 0,12 Millionen Euro Umsatz gingen knapp 85 Prozent auf Konto des Übernahmeangebots für das Transportunternehmen Montana (MONT, 0,4 Lei, ISIN ROMONTACNOR7). Auch am darauffolgenden Tag stützten wieder Sonderdeals den Umsatz. Am Ende der Handelswoche lag der durchschnittliche Tagesumsatz mit 0,09 Millionen Euro um 23 Prozent unter dem der Vorwoche. Der Index quittierte diese Lustlosigkeit mit einem Kursverlust von 1,48 Prozent.

Devisen

Für den rumänischen Leu war die zweite Novemberwoche eine gute Woche. Die rumänische Währung konnte sich sowohl gegen den Euro als auch gegen den US-Dollar behaupten. Die europäische Gemeinschaftswährung verlor auf Wochensicht 0,2 Prozent und kostete am  Montag 4,4272 Lei, während die nordamerikanische Währung einen Verlust von 0,7 Prozent hinnehmen musste und am Montag bei 3,5521 Lei stand.


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