Transportmittel in Hermannstadt

Broschüre zeigt die Entwicklung vom Pferd bis zur Straßenbahn

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Hermannstadt – „Als städtisches Gefüge, das 1458 bereits 896 Haushalte verzeichnete, und 1510 1311 Wohnhäuser zählte, benötigte Hermannstadt schon früh ein gut artikuliertes Verkehrssystem, das die charakteristischen Mittel der Zeit benutzte.“ Mit diesen Worten beginnt die Broschüre „Traditionelle Fortbewegungsmittel - von der Erhaltung des Kulturerbes zur Bekanntmachung desselben. Digitalisierung zwischen Notwendigkeit und Herausforderung“, welches sich den Mitteln der Fortbewegung im Munizipium Hermannstadt/Sibiu widmet. Von April bis November haben die Autoren Dr. Gudrun-Liane Ittu, Liliana Oprescu und Dr. Constantin Ittu – Projektleitung: Dr. Rodica Maria Volovici – an dem vom Bürgermeisteramt über die Kulturagenda teilfinanzierten Projekt gearbeitet. Auf 40 Seiten behandeln sie die Transportmittel vom Pferd bis zur Straßenbahn und dem Zeppelin sowie die Verkehrsinfrastruktur in Form von Flughafen und Brücken. Die Broschüre liegt dreisprachig in Deutsch, Englisch und Rumänisch vor und lässt sich kostenlos über die elektronische Bibliothek der Lucian-Blaga-Universität abrufen. Eine Auswahl an bereitgestellten Fotos findet sich zudem auf der Internetseite des Projekts: http://bcu.ulbsibiu.ro/Calatorind_ prin_Sibiu/

Kommentare zu diesem Artikel

Erdelyi Szász, 22.12 2016, 03:50
Pferde und Straßenbahn gibt es schon lange nicht mehr in Hermannstadt, auch keinen Trolleybus. Dafür täglich mehr Autos und mehr Stau. Natürlich, mit dem Wohlstand steigt auch die Zahl der Autos. Ist ja recht und billig, dass sich jeder eines kauft, der sich eines leisten kann. Nur ist Hermannstadt nicht für Autos gebaut. Das Zentrum stammt noch aus dem Mittelalter und das Drumherum hauptsächlich aus kommunistischen Blocks, wo die braven Arbeiter gefälligst mit dem Bus zur Fabrik fahren sollten. Individualverkehr mit Autos wurde damals nicht eingeplant, im Städtebau. Deshalb ist heute alles hoffnungslos überfüllt. Und die Neubaugebiete am Stadtrand, in Schellenberg, Neppendorf oder hinter dem Friedhof sind auch völlig falsch geplant. Enge Straße, auf denen man nicht einmal umdrehen kann, wenig Parkplätze, dichteste Verbauung um den teuren Baugrund gewinnbringendst zu nutzen, dazu noch blöde Einbahnregelungen, wodurch man mit der Kirche ums Kreuz fahren muss. Verkehrstechnisch einfach ein Riesenchaos. Neue Konzepte sind gefragt und dringend notwendig.

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