Trauer um österreichische Parlamentspräsidentin Barbara Prammer

Donnerstag, 07. August 2014

Bukarest - Die österreichische Botschaft Bukarest teilt mit, dass das Kondolenzbuch der Anfang August verstorbenen Präsidentin des Nationalrates Barbara Prammer am Donnerstag dem 7. August von 9 bis 13 Uhr für Beileidsbekundungen in der Strada Dumbrava Ro{ie 7, Sektor 2, aufliegt. Diese können darüberhinaus per Internet unter www.trauerportal.at/cel5-Barbara_Prammer/kondolenz-buch.html zum Ausdruck gebracht werden. Die Bevölkerung in Wien wird am Donnerstag und Freitag Gelegenheit haben, sich in der Säulenhalle des Parlaments von der Verstorbenen zu verabschieden. Die Beerdigung findet am Samstag im engsten Familienkreis statt. Barbara Prammer, die erste Frau an der Spitze des österreichischen Nationalrats, war am 2. August mit 60 Jahren einem Krebsleiden erlegen. Obwohl sie ihre Krankheit im September 2013 öffentlich gemacht hatte, wurde sie im Oktober für weitere fünf Jahre in ihrem Amt bestätigt. Die Amtsgeschäfte führte sie bis Juli 2014 weiter.

Ihre Verdienste betreffen vor allem die Öffnung des Parlaments für einen gesellschaftspolitischen, wissenschaftlichen und kulturellen Diskurs, der über die tagespolitischen Geschäfte hinausging. Ein besonderes Anliegen war ihr, die Jugend für Demokratie zu sensibilisieren. Fast 70.000 Kinder und Jugendliche aus Österreich nahmen an ihren Workshops im Parlament teil. Auch mit ihrem 2013 erschienenen Buch „Wir sind die Demokratie. Eine Ermunterung.“ wollte sie Lust auf Demokratie und die Teilnahme an Wahlen machen. Die 1954 in Ottnang im Hausruck geborene Barbara Prammer entstammt dem Bergarbeitermilieu, was ihre frühe politische Aktivität von Anbeginn prägte. Bereits in den 1970er Jahren engagierte sie sich in der Jungen Generation der SPÖ. Nach einem Studium der Soziologie in Linz arbeitete sie zunächst als Sozialpädagogin in Oberösterreich, wo sie ab 1991 Landtagsabgeordnete und später Landtagspräsidentin wurde. 1997 wurde sie in die Bundesregierung einberufen und führte drei Jahre lang als Bundesministerin das Ressort für Frauenangelegenheiten und Konsumentenschutz, bis sie 1999 als Abgeordnete in den Nationalrat eintrat.

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