Treffpunkt „Alte Mühle“

Handwerkermarkt lockte zahlreiche Besucher nach Holzmengen

Dienstag, 30. April 2013

Im Hof der „Alten Mühle“ wurde geschlendert, geschaut gekauft und entspannt. Foto: Holger Wermke

Holzmengen - Unsicher bewegen sich die Dorfkinder durch die Menge der Besucher. Neugierig beobachten sie das Treiben und die Waren der Händler. Nicht oft haben sie Gelegenheit, so viel Trubel, so viele fremde Menschen in ihrem Dorf zu beobachten, wie am vergangenen Sonntag im Hof der „Alten Mühle/Moara Veche“ in Holzmengen/Hosman.

Die Betreiber der Mühle hatten zum „Handwerkermarkt“ geladen, der traditionell ersten Veranstaltung im Jahresverlauf. Die ersten Gäste hätten bereits um 10 Uhr vor dem Tor gestanden, erzählte Jochen Cotaru vom Verein „Hosman Durabil“. Bis zum Nachmittag zählte der Organisator weit über 100 Besucher. Zum Markt seien diesmal viele Bäckerei-Kunden aus dem 28 Kilometer entfernten Hermannstadt/Sibiu gekommen, freut sich Cotaru. Aber auch auch Freunde und Bekannte aus Nachbardörfern schauten in der Mühle vorbei und genossen die sommerliche Atmosphäre. Auf dem Hof hatten elf Handwerker aus umliegenden Ortschaften ihre Stände aufgebaut, an denen sie Schafspelze, Weidenkörbe, Besen, Honig oder aus Schafswolle gefertigte Taschen anboten. Dazu gab es hausgemachte Kuchen, Brote mit Zakuska und Schafskäse und Mici.

Am Rande des Marktes wurde der Gemeinde Holzmengen ein Feuerwehrfahrzeug übergeben. Organisiert hatte diese Spende Ruth Zenkerth von der in Holzmengen tätigen Organisation „Concordia Transvilania“. Spender ist die Gemeinde Lauterach im österreichischen Vorarlberg.

Die nächste Veranstaltung in der Mühle soll laut Cotaru in der zweiten Junihälfte stattfinden. Dann ist ein „Electric Brunch“ geplant. In Anlehnung an die Veranstaltungsreihe „Transylvanian Brunch“ ist ein nächtliches Event mit einem französischen DJ geplant. Am 21. September folgt dann der traditionelle Mühlentag.

Cotaru lebt seit einem Jahrzehnt in dem Harbachtal-Dorf, das mit seiner weißgetünchten Kirchenburg vor dem Karpatenpanorama zu den wohl idyllischsten Fotomotiven in ganz Südsiebenbürgen zählt. Gemeinsam mit seiner Frau gehört der gebürtige Deutsche zu den Hauptakteuren, die die Restaurierung der 1932 erstmals eröffneten Mühle vorantrieben. Das hier hergestellte Brot wird hauptsächlich in Hermannstadt verkauft.

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