Tunnel unter der Zinne als Vorhaben

Es gibt aber keinen See unter dem Berg

Freitag, 08. Februar 2013

Kronstadt - In diesen Tagen nimmt der Kronstädter Kreisrat alle strategischen Projekte auf, die für die Finanzierung in der Zeitspanne 2014 – 2020 aus europäischen Mitteln vorgeschlagen werden. Diese beziehen sich besonders auf die Infrastruktur, die zur Entwicklung des Gebiets beitragen soll. Ein Vorschlag seitens des Bürgermeisteramts von Kronstadt/Braşov greift ein älteres Projekt auf: Der Bau eines Straßentunnels durch den Zinnen-Berg, der die Verbindung zwischen dem alten Stadtzentrum und dem Neubauviertel im Ragado-Tal sichern soll. Dadurch würde eine beträchtliche Abkürzung für die Autofahrer geschaffen; der Verkehr auf der Bukarester Straße würde entlastet, was zur Einsparung von Treibstoff führen wird.

Das Projekt stand schon am Anfang der vierziger Jahre im Gespräch, wurde aber wegen Ausbruch des Zweiten Weltkriegs aufgegeben. Dann wurde das Projekt wieder aktuell in den Jahren des Kommunismus, als in dem Neubauviertel rund 10.000 Wohnungen errichtet wurden. Laut dem Plan aus dem Jahre 1979 sollte der unterirdische Tunnel 842 Meter lang, 9,8 Meter breit und 7,65 Meter hoch werden. Rund 100.000 Kubikmeter Gestein hätten ausgehoben werden müssen. Die Kosten wurden damals auf 163 Millionen Lei eingeschätzt. Laut Fachleuten des Kreisrats wurde 2003 eine neue Kostenschätzung gemacht, die elf Millionen Euro betrug. Vor einigen Jahren sprach sich für das Projekt auch der Kronstädter Abgeordnete Constantin Niţă, Vorsitzender der PSD-Kreisorganisation, aus. Der Vermutung, dass es unter der Zinne einen See geben sollte, wird von Fachleuten widersprochen.

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