U-Haft für vermutlichen Waffenschmuggler

Montag, 16. März 2015

Neumoldowa – Louis Cristian B. (30), der Sohn eines Turnlehrers aus Neumoldowa/Moldova Nouă, gegen den vergangene Woche eine umfangreiche Untersuchungsaktion wegen illegalen Waffenbesitzes eingeleitet wurde, an der sich auch FBI-Beamte der amerikanischen Botschaft in Bukarest beteiligten, ist vom Kreisgericht Temesch zu 30tägiger Untersuchungshaft verurteilt worden.

Die Anzeige wegen Waffenschmuggels hatte das Zollamt Temeswar/Timişoara erstattet, bei dem das Paket mit diversen Gegenständen gelandet war, das Louis Cristian B. im Januar aus den USA an die Adresse seines Vaters, des Sportlehrers Ioan B., in Neumoldowa abgeschickt hatte. Im Paket hatte der Sohn eine in ihre Bestandteile zerlegte Handfeuerwaffe und 700 Schuss Munition unterschiedlichen Kalibers verpackt. Dass die Handfeuerwaffe in ihre Bestandteile zerlegt war und dass Munition unterschiedlichen Kalibers im Paket verpackt war, wertete der Zoll und der hinzugezogene FBI sowie die Amtsstelle der rumänischen Polizei, die zuständig ist für Waffen, Sprengstoffe und gefährliche Substanzen als Indiz, dass der Absender sich einerseits dessen bewusst war, dass er eine Illegalität begeht, andrerseits, dass er die Absicht hatte, Munition zu verschachern. Ein zweiter Verdachtsmoment war, dass der Vater und Adressat der Postsendung sich geweigert hatte, diese anzunehmen, worauf diese erst nach Rückkehr des Sohnes aus den USA übernommen wurde.

Laut Cosmin Bolosin, dem Anwalt des vermutlichen Waffenschmugglers, der die doppelte, amerikanisch-rumänische Staatsbürgerschaft besitzt, habe dieser im guten Glauben gehandelt, ein amerikanischer Waffenschein, den er besitzt, sei auch in Rumänien anerkannt und gültig und sein Klient sei sich infolgedessen keiner Illegalität bewusst gewesen.

Gegen die U-Haft haben LCB und sein Anwalt beim Temeswarer Appellationsgericht Berufung eingelegt. Sollte es gegen LCB zu einem Prozess kommen und sollte er des Waffenschmuggels für schuldig befunden werden, droht ihm eine Gefängnisstrafe von drei bis neun Jahren.

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