UDMR-Chef Kelemen stellt Autonomieprojekt vor

„Szeklerland“ mit eigenen Exekutiv- und Legislativstrukturen

Samstag, 20. September 2014

Bukarest (ADZ) - Just am Tag des Schotten-Referendums über die Abspaltung von Großbritannien hat UDMR-Chef Kelemen Hunor das Autonomieprojekt seines Verbands für das „Szeklerland“ vorgestellt. Es sieht eine aus den Landeskreisen Covasna, Harghita und Mureş zu gründende „autonome Region“ mit eigenen Exekutiv- und Legislativstrukturen, Regionalflagge und Wappen vor, in der Ungarisch als zweite, regionale Landessprache eingeführt würde.

Auf der Pressekonferenz in Klausenburg/Cluj hob Kelemen am Donnerstag hervor, dass der UDMR mit seinem Vorstoß keineswegs separatistische Absichten hege, man sei „niemandes Instrument“. Das zur Debatte stehende Projekt umfasse 96 Artikel, die der angestrebten autonomen Region u. a. eine eigene Exekutive samt (Minister)Präsidenten sowie einen als Legislative gedachten „Regionalrat“ bescheren soll.

Ungarisch soll im „Szeklerland“ als zweite Landessprache eingeführt und der Unterricht in dieser Sprache ab der 2. Klasse in allen Schulen der Region, auch den rumänischen, verpflichtend sein. Auf judikativer Ebene soll das Berufungsgericht Neumarkt/Târgu Mureş nicht mehr dem Kronstädter unterstellt und dessen vorsitzender Richter zudem Mitglied des Obersten Magistraturrats sein. Finanzieren will sich die autonome Region hauptsächlich aus den geltenden Steuern, Abgaben, Beiträgen und Gebühren, die teils bis zu 60 Prozent einbehalten würden.

Kommentare zu diesem Artikel

Sraffa, 21.09 2014, 21:58
Die Ungarn wollen ja die Rohstoffe "ihres" Gebietes besser nutzen. Es wäre schon schön, wenn sie wenigstens anfangen würden aufzuforsten um dem gewaltigen Kahlschlag und Holzexport nach Ungarn zu unterbinden, dort sieht es ja aus wie in der Tundra !
Auch wäre es schön wenn nun die Diskriminierung der Rumänischstämmigen Bevölkerung in diesen Regionen beendet würde.
Norbert, 21.09 2014, 17:21
Das ist ja von mir vorrausgesagt worden.Ist der Nobbi Hellseher.Leider Nein.Wie kann der Nobbi so was sagen.Antwort .Die 99Prozent Ungarn in ihrer Heimat die von Rumänen verwaltet werden,sagen das.Deswegen ist dieser Schritt zwangsweise logisch. Der Nobbi zieht da nur die Schlüsse im Vorfeld raus.Und sagt dann .Die Ungarn in ihrer Heimat ,die von rumänen verwaltet und rumänischen Politikern geführt werden,sind der auffassung die können nix.Das überprüfe ich mit meinen Erfahrungen .Und komme zum Schluß.Es ist ganz leicht zu so einem Schluß zu kommen. Wir müssen das selbst machen. Wir sind keine Rumänen .Wir sind Ungarn und können es besser.

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