Udrea: Ich wäre am liebsten in Handschellen gekommen

Die Abgeordneten haben für ihre Verhaftung gestimmt

Mittwoch, 25. Februar 2015

Bukarest (Mediafax/ADZ) – Auf der Tagesordnung der Abgeordnetenkammer standen Dienstag weitere Ansuchen der Antikorruptionsbehörde DNA auf Beginn der Strafverfolgung bzw. die Inhaftierung der Abgeordneten Elena Udrea. Es handelt sich um neue Beschuldigungen (Bestechungsannahme), die in der Akte Boxgala Bute aufgetaucht sind.

Elena Udrea, die vor ein paar Tagen dem Polizeiarrest entronnen ist und unter Hausarrest steht, verteidigte sich, so gut sie konnte: Sie sei evident zu einer Zielscheibe geworden und werde systematisch gejagt. „In diesem Tempo werden wir uns  bis 2016 alle zwei Wochen sehen“, sagte Udrea „Ich wäre heute am liebsten in Handschellen vor euch erschienen, damit ihr sie seht, sie berührt und besser versteht, was vorgeht.“

Für viele dürfte die Beschreibung der Zustände im Polizeiarrest neu gewesen sein. Udrea erzählte, wie  man sie nackt ausgezogen und ihr den Büstenhalter abgenommen habe, in der Zelle seien die vier Betten je zwei übereinander gestanden, in der Nacht habe man das türkische Klo zudecken müssen, damit die Ratten nicht hereinkommen.

Bei der Abstimmung gab es 218 Stimmen für die Erweiterung der Strafverfolgung und 76 dagegen. Für die Möglichkeit einer erneuten Inhaftierung von Elena Udrea stimmten 170 Abgeordnete,118 stimmten dagegen. Gestern war Elena Udrea erneut zur DNA vorgeladen.

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred, 26.02 2015, 20:39
sraffa!Zu einem funktionierenden Sozialstaat gehört vieles,natürlich auch das ganz wichtige Gesundheitswesen...aber auch Einhaltung der anderen Menschenrechte,Resozialisierung der Strafgefangenen(ob das bei wenig Personal in überbelegten JVA-s möglich ist?),soziale Grundsicherung etc...Das ganze Paket ist m.E. wichtig.
Sraffa, 26.02 2015, 04:56
Meine Gedanken beim Lesen diese Artikels beschäftigen sich mit den Tausenden von Menschen, die aufgrund der miserablen Organisation des Gesundheitswesens seit der Befreiung 1990 in diesem Lande völlig unnötig sterben mussten; nur das ist mir in den Sinn gekommen anhand der Unpässlichkeiten für Frau Udrea.
Manfred, 25.02 2015, 21:52
Liebe Leute!Bei aller Schadenfreude(welche nachvollziehbar ist) vergesst eines nicht:Die Bedingungen im Knast scheinen mir oft menschenunwürdig zu sein...Total überbelegt,vollkommen unzureichende sanitäre Anlagen etc.Bis auf wenige Auserwählte,welche im Knast sogar per Internet kommunizieren können und vor lauter Langeweile noch " wissenschaftliche" Bücher schreiben,geht es dem Rest verdammt schlecht.Der Staat baut lieber neue Kirchen als neue Gefängnisse...
Lola, 25.02 2015, 21:38
@Skeptikus
...das hättest Du wohl gerne;-)
Skeptikus, 25.02 2015, 17:26
Handschellen und vielleicht eine Peitsche... Stünde ihr sicher auch gut!
Jens, 25.02 2015, 11:21
Ich glaube es war nicht ihr Ressort, aber sie war doch auch schon an der Regierung beteilitg. Da hätte man doch durchaus mal an den Zuständen in den Gefängnissen was ändern können. Ach nein, ich vergesse, dass sie ja zu beschäftig waren dem Staat Geld zu stehlen.....
Helmut, 25.02 2015, 10:03
Alles nur Show von dieser Dame.Sie sollte lieber den Mut aufbringen und zu ihren Taten stehen.Das sie Schuldlos ist, glaubt sie selbst nicht mehr.

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