Über 1000 Flüchtlinge im Bergland

Immigrationsbehören geben Bleiberecht auf Zeit aus

Donnerstag, 23. August 2012

Reschitza - Das Immigrationsbüro Karasch-Severin hat zur Stunde 1105 Bürger verschiedener EU-, Nicht-EU- und außereuropäischer Staaten in seinen Übersichten, die sich zeitweilig oder mit ständiger Aufenthaltsgenehmigung auf dem Gebiet des Banater Berglands aufhalten. Beim Immigrationsbüro werden Einladungsschreiben registriert und beschieden, Fragen der Familienzusammenführung, von Geschäftsreisen oder Arbeitserlaubnissen und Aufenthaltserlaubnissen bzw. deren Verlängerung.

Zur Aufenthaltserlaubnis gehört auch die Ausfolgung einer Aufenthaltsbescheinigung, die ihrerseits verlängert werden kann. Man komme mit den ganzen Prozedere bezüglich Zuzügler in die EU aus dem Außer-EU-Raum, aber mit Einwanderern aus der EU, ganz gut zurecht, heißt es beim Immigrationsbüro, auch mit den vielen Scheineinladungen, die eigentlich als eigentliches Ziel eine Immigration in die EU haben, über Rumänien. So sei es eben oft unvermeidlich, dass Einladungen zu Besuchs- oder Geschäftsaufenthalten genau geprüft werden müssen und dass auch abschlägige Bescheide darauf ausgeteilt werden. So sind in der Regel die Papiere, die vom Immigrationsbüro ausgestellt werden, nicht sehr zahlreich (beispielsweise waren es im Juli 13 zeitweilige Aufenthaltsbescheidigungen und bloß eine ständige Aufenthaltserlaubnis; von den zwei Einladungen zu Besuchsaufenthalten und zehn für Geschäftsreisen sind nur alle Besuchsaufenthalte positiv beschieden worden, von den Geschäftsreisen nur vier von zehn. Oft komme es auch vor, dass Einladende von selber die Einladungen bald darauf zurückziehen – was nicht ausdrücklich begründet werden muss.

Familienzusammenführungen seien eher noch selten: im Juli sind zwei solche Gesuche von Bürgern Moldawiens und zwei von Bürgern der Türkei genehmigt worden. Hingegen werden immer mehr Arbeitsgenehmigungen ausgestellt: im Juli waren es 38 – in ihrer Mehrheit für ein Jahr.

Insgesamt lebten im ersten Halbjahr 2012 offiziell 1105 ausländische Bürger im Banater Bergland: 436 aus dem Raum außerhalb der EU und 669 EU-Bürger. Damit liegt der Verwaltungskreis Karasch-Severin an 22. Stelle in Rumänien. Drei Prozent dieser Bürger haben eine ständige Aufenthaltserlaubnis. 164 sind deutsche Staatsbürger, 144 Bürger Serbiens, 114 kommen aus der Republik Moldau, 107 sind Italiener, 84 Österreicher – die anderen kommen aus einem breit gestreuten Staatenmix von praktisch allen Kontinenten: Asien, Nord- und Südamerika, Lateinamerika, Australien und Afrika, teilte Chefkommissar Ioan Florea, der Leiter des Immigrationsbüros Karasch-Severin, mit.

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