Über 50 Romakinder werden unterstützt in die Schule zu gehen

Die Kindertagesstätte in Perjamosch wurde vergangene Woche offiziell eingeweiht

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Romakinder bekommen eine Chance für eine künftige Integration in die Gesellschaft. Foto: Csaba Lanyi

Ein weiterer „Baustein“ für ein umfangreiches Projekt wurde neulich in Perjamosch/ Periam gesetzt, als in der Temescher Ortschaft eine Kindertagesstätte eingeweiht wurde. Der Caritas-Verband der römisch-katholischen Diözese Temeswar/ Timisoara wurde vom Caritas-Verband Graz unterstützt, das Projekt weiterzuführen und zu erweitern.

Franz Küberl entschied zu seinem 60. Geburtstag, keine persönlichen Geschenke zu bekommen, dafür aber sollte Geld für zwei Projekte von Caritas Graz gespendet werden. Der ehemalige Präsident der Caritas Österreich wollte sich selber ein Geschenk machen, indem er unter anderen auch die Kindertagesstätte in Perjamosch unterstützt. „Die Idee von Caritas Temeswar, Kinder, die aus benachteiligten Romafamilien kommen, in die Schule zu schicken, sah ich als ein gutes Beispiel, wie man Kinder im Not nahe stehen kann und wie man Hilfe gibt, sodass Menschen später auf eigenen Beinen stehen können“, sagte Franz Küberl bei seinem Besuch in Westrumänien.

In Perjamosch sind es insgesamt 54 Kinder, die nun in der Tagesstätte ihre Zeit verbringen und die Schule besuchen können. Dies ist Teil eines langjährigen Projektes von Caritas, sagt Herbert Grün, der Geschäftsführer des Caritas-Verbands der römisch-katholischen Diözese Temeswar. Schon seit acht Jahren besteht das Projekt. Zuerst waren es Kinder der ersten und zweiten Klasse, mittlerweile hat schon die erste Schülergeneration die acht Pflichtschulklassen abgeschlossen. Manche davon führen jetzt in der neunten Klasse ihr Studium fort. „Am Anfang waren es 27 Kinder, nun sind es 54 von der ersten bis zur achten Klasse“, sagt Herbert Grün stolz, dass es sich bisher allein um drei, vier Schüler gehandelt hat, die die Klasse wiederholen mussten. Auch die Eltern wissen mittlerweile, dass es sich dabei um mehr, als nur um eine warme Mahlzeit zu Mittag handelt. „Sie haben verstanden, wie wichtig es ist, dass ihre Kinder in die Schule gehen. Dass sie bessere Chancen im Leben haben, wenn sie später noch studieren oder einen Beruf erlernen können“, schließt der Temeswarer Caritas-Geschäftsführer Herbert Grün.

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