Über duale Ausbildung beim Deutschsprachigen Wirtschaftsclub

Baden-württembergische Delegation besucht Temeswar

Dienstag, 08. September 2015

Beim Septembertreffen des Deutschsprachigen Wirtschaftsclubs Banat. V.r.: Konsul Rolf Maruhn, Minister Peter Friedrich, Peter Hochmuth, der Vorsitzende des Deutschsprachigen Wirtschaftsclubs Banat, und der Präfekt des Kreises Temesch Eugen Dogariu.
Foto: Zoltán Pázmány

Temeswar – Den Besuch einer baden-württembergischen Delegation unter der Leitung des Landesministers für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten Peter Friedrich hat der Deutschsprachige Wirtschaftsclub Banat am Montag bei seinem Septembertreffen empfangen. Das Treffen hat in der Residenz des deutschen Konsuls in Temeswar/Timişoara, Rolf Maruhn stattgefunden und hatte als Themenschwerpunkt die duale Berufsausbildung. Teilgenommen haben auch Vertreter der Deutsch-Rumänischen Wirtschaftsvereine aus Sathmar/Satu Mare und Arad sowie der Präfekt des Kreises Temesch Eugen Dogariu. Die deutsche Delegation befindet sich auf einer Reise durch Rumänien und Bulgarien, nach dem Besuch in Temeswar erfolgen Aufenthalte in Hermannstadt/Sibiu und Bukarest.

Eines der Hauptthemen des Ministerbesuches ist eben die Entwicklung der dualen Ausbildung in Rumänien. Minister Peter Friedrich hat den sehr dynamischen Austausch zwischen Baden-Württemberg und dem Banat hervorgehoben und von dem Nutzen der dualen Berufsausbildung im Kontext des Fachkräftemangels gesprochen: „Deutschland und Österreich können das Modell der dualen Ausbildung exportieren, weil es sehr erfolgreich ist. Das Ansehen der Ausbildungsgänge soll deutlich machen, dass die duale Berufsausbildung Perspektiven hat“

. Ein Problem ist nach Meinung des Präfekten Eugen Dogariu, das Interesse der Schüler zu gewinnen. Dies wurde auch von Bernd Böse, dem stellvertretenden Vorsitzendem im Deutsch-Rumänischen Wirtschaftsverein Arad bestätigt. „Ein Problem ist, Betriebe zu finden, die das anbieten können. Bei vielen rumänischen Firmen gelten noch die Vorurteile die jungen Leute, die sie ausbilden, würden nach dem Abschluss anderweitig angestellt werden. Ein weiteres Problem ist, die jungen Leute zu überzeugen, in die duale Berufsausbildung einzusteigen“.

Besonders erfolgreich hat sich das Modell der dualen Ausbildung in Sathmar/Satu Mare erwiesen, wie das Dan Brumboiu, der stellvertretende Vorsitzende des dortigen Deutsch-Rumänischen Wirtschaftsvereins, mit Zahlen belegt hat: 730 Schüler schlagen diesen Berufsweg ein. Zum Abschluss sprach Peter Hochmuth, der Vorsitzende des Deutschsprachigen Wirtschaftsclubs Banat, über das Engagement des Clubs in der Förderung der dualen Berufsausbildung. In Temeswar wird das Programm an den Technischen Kollegs „König Ferdinand I.“ sowie „Ion I. C. Brătianu“ angeboten. Die deutsche Delegation hat am Dienstag dem Technischen Kolleg „König Ferdinand I.“ einen Besuch abgestattet.

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