Über Rumänen jenseits der Grenzen

Konferenz und Ausstellung im Schillerhaus

Dienstag, 23. Juni 2015

Bukarest (ADZ) - „Rumänen jenseits der Grenzen“: Das ist der Titel der Veranstaltung, zu der das Bukarester Schillerhaus Donnerstag einlädt: Anlass ist die Neuauflage der Studie des Diplomaten Emil Oprişanu zu diesem Thema, die erstmals vor 70 Jahren veröffentlicht wurde. Letztes Jahr erschienen die vollständigen Memoiren des Diplomaten mit einem Vorwort von Nicolae Şerban Tanaşoca. An der Veranstaltung beteiligen sich Dr. Nicolae Şerban Tanaşoca, Direktor des Instituts für Südosteuropäische Studien der Rumänischen Akademie, Dr. Cătălina Vătăşescu, wissenschaftliche Forscherin an demselben Institut, und Dr. Petre Otu, stellvertretender Direktor des Instituts für Politische Verteidigungsstudien und Militärgeschichte. Eröffnet wird auch eine Fotoausstellung mit Bildern aus der Geschichte der Meglenorumänen, Aromunen und Istrorumänen. Für die musikalische Begleitung sorgen Marius Boldea und Ana Bădică (Klavier). Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für Südosteuropäische Studien der Rumänischen Akademie organisiert. Leiterin des Projektes ist Aurora Fabritius.

Kommentare zu diesem Artikel

Tourist, 24.06 2015, 05:17
die Aromunen und ihre Sprache sind romanischer als die Rumänen. Aromunisch klingt wie andere alte romanische Reliktsprachen, etwa wie auf Sizilien und Sardinien. Rumänisch hingegen ist viel, viel mehr slawisch und wurde erst im 19. Jahrhundert stark reromanisiert (mit der Einfuhr neuer Wörter aus dem Latein und aus dem Französischen). Die bodenständigen rumänischen Dialekte, die diese Entwicklung der Schriftsprache nicht in dem Maße mitgemacht haben, sind noch viel authentischer, aber eben auch slawischer, bzw. in Siebenbürgen und dem Banat auch mehr vom Ungarischen und Sächsichen geprägt. Aber das hören die großrumänischen Patrioten natürlich nicht sehr gerne. Die phantasieren lieber über irgendwelche abstruse Ideologien, wonach die Daker die wahren Lateiner gewesen wären. Dabei ist nicht einmal sicher, dass die Rumänen wirklich die romanisierten Nachfahren der Daker wären. Mit den Dakern haben die Rumänen sprachlich ungefähr so viel gemeinsam, wie die Norweger mit den Eskimos.

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