Überdeutlich: Temescher Kommunen wählen Johannis

In allen Städten – Mehrheiten für den Rumäniendeutschen

Mittwoch, 26. November 2014

Selbst in den Temescher Städten mit PSD-Bürgermeistern und bisher deutlichem Hang für Links wählten die Bürger in der Stichwahl für die Präsidentschaft den Liberalen Klaus Werner Johannis. Wenn 70 Prozent der Temeswarer für den Rumäniendeutschen stimmten, ist das nach guter Ausgangsposition vom ersten Wahlgang keine sonderliche Überraschung, doch auch in den PSD-Hochburgen des Kreises, in Fatschet und Busiasch, vereinte Johannis die meisten Stimmen auf sich. Der Rekascher Bürgermeister, der durch die Überläuferverordnung zum PSD-Mann wurde, konnte den Durchmarsch des künftigen Staatsoberhauptes Rumäniens nicht stoppen.

Ähnlich überzeugend war Johannis auch für die Bürger der Gemeinden im Kreis Temesch. In 76 der 89 Gemeinden holte Johannis die meisten Stimmen, in zwei ging das Rennen unentschieden aus und in nur elf Kommunen vom Lande konnte sein Gegenkandidat Victor  Ponta die meisten Stimmen holen. Auch da, wo Ponta zu gewinnen vermochte, war der Unterschied meist äußerst gering, während Johannis in 20 Gemeinden mindestens 70 Prozent der Stimmen erhielt. Überdeutlich war das Ergebnis im überwiegend von Ungarn bewohnten Otelek, wo 81 Prozent der Wählerschaft Johannis den Vorzug gab. Über 70 Prozent der Urnengänger wählten Johannis in Alt- und Neubeschenowa, Padureni, Neupetsch, Tschanad, Tschene, Darowa, Dumbravita, Ebendorf, Fibisch, Foeni, Gilad, Gottlob, Knes, Lenauheim, Lowrin, Neumoschnitza, Rumänischsanktmichael und Topolovatu Mare. In Bogda und Pesak ging das Wahlergebnis unentschieden aus.

Im Kreis Temesch haben in der Stichwahl insgesamt 384.366 Personen gewählt, 256.509 stimmten für Klaus Johannis und 127.857 für Victor Ponta. Das beste Wahlergebnis unter den zehn Städten des Kreises schaffte Johannis in der Grenzortschaft Hatzfeld, wo 72,09 Prozent ihn als Staatschef wünschten. Über 70 Prozent der Wähler stimmten auch in Tschakowa für Johannis, in Temeswar waren es rund 70 Prozent, knapp darunter lagen Großsanktnikolaus und Detta. Etwas knapper war das Resultat in Fatschet, dass seit 1990 ausschließlich von der PSD und ihrer Vorgängerpartei geleitet wird. Die 60-Prozent-Marke pro Johannis haben auch Gataja und Lugosch überschritten, genauso wie Rekasch. Etwa 55 Prozent der Bürger stimmten im Kurortstädtchen Busiasch für den Siebenbürger Sachsen.

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