Überwältigende Mehrheit für Absetzung des Präsidenten, Wahlbeteiligung nahe an der 50-Prozent-Marke

Sonntag, 29. Juli 2012

Bukarest (ADZ) - Laut Umfragen hat eine klare Mehrheit der sich an der Volksabstimmung über die Amtsenthebung des Präsidenten Traian Băsescu beteiligten Wähler für dessen Absetzung gestimmt. Laut Meinungsforschungsinstitut CCSB betrug die Wahlbeteiligung bis 21 Uhr (zwei Stunden vor Schließung der Wahllokale) 44  Prozent, 84 Prozent der Wähler sollen laut Umfrage für die Absetzung des Präsidenten abgestimmt haben. Operations Research, ein anderes Meinungsforschungsinstitut, das im Auftrag des Fernsehsenders Realitatea TV eine Umfrage erstellte, berechnete die Wahlbeteiligung bis 21 Uhr ebenfalls bei 44 Prozent, 86,90 Prozent der Wähler sollen für die Absetzung des Präsidenten gewählt haben.

Laut Angaben des Zentralen Wahlbüros haben bis 20 Uhr 37,67 Prozent der über 18 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Berechnungen über die Wahlbeteiligung bei Schließung der Wahllokale folgen um 0.30 Uhr.

Update 0.30 Uhr: Laut Errechnungen des Zentralen Wahlbüros lag die Wahlbeteiligung bis 23 Uhr bei 45,92 Prozent. Die Errechnung beinhaltet nicht die Stimmen der auf den zusätzlichen Wählerlisten eingetragenen Wähler sowie die Wähler aus dem Ausland.  Eine Fehlerwahrscheinlichkeit von plus/minus drei Prozent ist zu berücksichtigen.

Kommentare zu diesem Artikel

Andrey, 31.07 2012, 00:48
Lieber Herr Werner,
kann man einem mit den Stimmen der Nicht-Wähler im Amt bestätigten Präsidenten trauen, der am Anfang der Wahlkampagne die Wähler zum Urnengang aufruft und ein paar Tage später von ihnen genau das Gegenteil verlangt? Kann man Vertrauen in einen "Mann" (die Einführungszeichen sind absichtlich) haben, der öffentlich in allen TV-Studios behauptete, er wolle keinen Sieg "pe masa verde" und ginge zur Abstimmung und dann doch mit einem "Erfolg" von 84 Prozent der Stimmen für und 16 Prozent gegen seine Absetzung (falls es jetzt nicht anders aussieht) gewinnt?
Die Menschen, die zum Referendum nicht gegangen sind, sind keine Basescu-Wähler.
Hanns, 30.07 2012, 17:16
Herr Helmut - es tut mir leid, dass Sie eine andere Meinung als Beleidigung ansehen.
Auf Wiedersehen - ich werde Sie nie wieder mit meiner (anderen) Meinung beleidigen.
Helmut, 30.07 2012, 16:59
Herr Hanns-....Sie beleidigen ständig,daher muß man Ihnen auch öffentlich die Antwort geben.Bis jetzt hat es von Ihnen außer Beschuldigungen,Beleidigungen und Phrasen ,keinerlei konstruktive Beiträge zur "Causa Basescu "gegeben.Wie ich aber feststellen konnte,sind Ihre Sachbeiträge zu andern Themen,durchaus vernünftig.Da Dialoge zwischen einzelnen Teilnehmern ,von Seiten der ADZ nicht erwünscht sind,werde ich mich in Zukunft bemühen, Ihre Beiträge zur "Causa Basescu" zu ignorieren.
Helmut, 30.07 2012, 16:46
Lieber Herr Walter,glauben Sie wirklichdas alle Nichtwähler zu 100% Basescu zu gerechnet werden können? Unter diesen Nichtwählern gibt es 1000sende welche überhaupt keine Möglichkeit hatten zur Wahl zu gehen.Weiters gibt es tausende welche,auf den Listen stehen und schon seit Jahren überhaupt keine Verbindung mehr zu Rumänien mehr haben.Selbst solche,welche schon lange ihre rumänische Staastbürgerschaft zurück gelegt haben.Dann haben Sie die Wähler vergessen,welche von beiden Seiten genug haben und niemals zu einer Wahl gehen würden/werden.Es war eine kluge Taktik der PDL,zu sagen "wer nicht gegen mich ist,ist für mich".So kann man in einem Land mit niedriger Wahlbeteiligung leichter gewinnen.
Basescu und die PDL,berufen sich hier auf Geisterstimmen.Aber es ist legitim,da das Wahlgesetz dies auch zugelassen hat.Hätten wir in allen Ländern Europas,ein solche Wahlgesetz,würde die politische Landschaft Europas anders aussehen,Eines ist klar,fast 8 Millionen haben sich klar und deutlichen gegen Herrn Basescu aussprochen und dies waren Wähler die ihr Wahlrecht in Anspruch genommen haben.Nichtwählerstimmen für sich zu reklamieren machen nur die,welche sich vor dem Wähler fürchten.Rumänien hat schon andere Politiker ausgehalten,so wird das Land auch noch 2 Jahre mit Basescu überstehen.
Hanns, 30.07 2012, 16:31
Helmut - bitte keine persönlichen Beleidigungen. Danke für Ihr Verständnis.
Hanns, 30.07 2012, 16:21
Leider gibt es viele schlechte Verlierer genauso wie es die Herrn Iliescu und Ponta vorzeigen!
Mein Landsmann Hannes Swoboda von den EU-Sozialdemokraten hat bereits seine rumänischen Freunde zur Zusammenarbeit ermahnt.
Hoffentlich wird endlich angefangen zum Wohle des Volkes und für Rumänien zu arbeiten und mit dem Diffamieren aufgehört.
So ein tiefes Niveau habe ich in Österreich in meinem ganzen Leben noch nie erlebt!
Helmut, 30.07 2012, 15:53
Herr Hans....auf Ihr Niveau möchte ich mich gar nicht begeben.Sie wollen ein EU-Berater gewesen sein?.Wenn alle so wie Sie sind,kein Wunder wenn,die EU so langsam verkommnt.Als Österreicher sollten Sie sich schämen. Hass unter die Menschen bringen und keinen positiven Beitrag leisten.
Helmut, 30.07 2012, 15:46
Falls in den nächsten Tagen eine Zusammenarbeit zwischen Basescu und Ponta nicht möglich ist,sollten beide freiwillig zurücktreten.Das Land benötigt keinen Streit mehr, um Befindlichkeiten von Politikern ,sondern eine Führung,welche zum Wohle des Landes arbeitet.Ob mit Basescu/Ponta oder ohne,in Wirklichkeit ist das nicht so wichtig.
...Viel wichtiger ist ,daß die Regierung und das Parlament wieder zur normalen Arbeit zurück kehrt.
Als erster symbolischer Schritt sollte eine 25%Gehaltskürzung für den Präsident,die Mitglieder der Regierung und aller AbgeordnetenInnen noch im August beschlossen werden.Dies wäre eine erste vertrauenserweckende Maßnahme.
2)Das öffentliche Gesundheitswesen muss raschest reformiert werden,damit die bestmögliche Versorgung ,ohne Schmiergeldzahlung,den RumänInnen geboten werden kann.
3)Vorschläge zur Reform des Bildungswesen müssen bis zu den Parlamentswahl vorgelegt werden.
4)Der Kampf gegen die Korruption auf allen Gebieten ,besonders gegen die tägliche Kleinkorruption hat verstärkt fortgesetzt zu werden.Staatsanwaltschaft und Justiz müssen schneller arbeiten.Strafen für solche Vergehen sollten erhöht werden.
erhöht werden.
5)Die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen muß vorrangig behandelt werden.6)Die Einführung einer Finanztransaktionssteuer auf bestimme Finanztransaktionen sollte angedacht werden.7)Die Vergangenheit hat gezeigt,daß das Wahlgesetz in Rumänien unbedingt bis zu den nächsten Wahlen auf den modernsten und sichersten Standard gebracht werden muß.Nationale-und Internationale Fachleute auf dem Gebiet des Wahlrechtes sollen zur Mitarbeit beigezogen werden.Manches mag im Moment als nicht durchsetzbar erscheinen,bei etwas guten Willen wird dies aber möglich sein.
Hanns, 30.07 2012, 14:10
Herr Helmut! Die Wahl ist geschlagen. Sie können die Parteipropaganda wieder einpacken. Auch Fragen „was wäre wenn“ bringen genau so wenig wie das Lesen im Kaffeesud. Jetzt wäre es vor allem wichtig, wenn sich die beiden Streitparteien an einen Tisch setzen und wirklich das Beste für Rumänien tun würden. Aufgabengebiete gäbe es ja genug.
Werner, 30.07 2012, 14:05
Lieber Herr Helmut,
Sie haben perfekt Recht. Acht Milionen Bürger haben den Herrn Basescu abgewählt. Es bleiben noch immer 10 Millionen die ihn haben wollen. Also nach Ihren mathematischen Kenntnissen ist 8 Millionen die Mehrheit.Herr Ponta und Herr Antonescu haben dieses Referendum verloren, weil sie wieder Ihre Meinung geändert haben. Beide
sagten, sie treten zurück wenn sie verlieren und einige Tage später behaupteten sie das Gegenteil. In solche Personen kann man kein Vertrauen haben. Meine Frage ist:Wird das Parlament dieses akzeptieren? Herr Ponta hat doch behauptet der Gewinner bleibt Gewinner und das ist laut Herr Ponta , Herr Antonescu

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