UEMR-Rektorin zurückgetreten

Venera Manciu: „Unter solchen Umständen kann die UEM nicht mehr bestehen”

Freitag, 03. Juni 2016

Reschitza – Prof. Dr. Venera Manciu, die im Januar 2016 gewählte Rektorin der Reschitzaer Universität „Eftimie Murgu“ (UEMR), hat nach der jüngsten Rektorenkonferenz, bei der Unterrichtsminister Adrian Curaj den Universitäten ihre Budgetzuteilungen seitens des Bildungsministeriums bekanntgab, dem Unterrichtsminister ihren Rücktritt eingereicht. „Diesen Entschluss habe ich gefasst, weil ich nicht einverstanden sein kann mit der neuerlichen Budgetkürzung, der wir unterworfen werden. Ich will nicht am Ursprung der Zerstörung der Karrieren meiner Kollegen stehen. Unter den gegebenen Umständen kann man in Reschitza keinerlei universitäre Tätigkeiten mehr entfalten“, sagte sie den Medien.

Rektorin Manciu hatte weder ein leichtes Erbe angetreten, nachdem im vergangenen Sommer per verdecktem Ermittler, mit umfangreicher Abhörtechnik und neuesten Geheimdienstmitteln Kleinkorruption an der Reschitzaer Universität nachgewiesen wurde (man fragt sich bis heute in Reschitza, ob es wohl den selben kriminalistischen Aufwand gegeben hätte, wenn damals als Rektorin nicht Prof.Dr. Doina Frunzăverde, die Frau des PNL-Spitzenpolitikers Sorin Frunzăverde, gestanden hätte), noch war es einfach, die Turbulenzen zu managen, die von ein paar Querköpfen an der Universität, mit einem Ex-Senator und –Rektor, Ion Vela, im Hintergrund, geschürt wurden, bis hin zu Audienzen bei den Bildungsministern und Schwarzmalerei der Hochschulleitung vor der höchsten Instanz, auch mit Sperrfeuer seitens plötzlich hochgeschwemmter Parlamentarier, die vorher in Reschitza bloß einfache Lehrer mit großen Ambitionen waren (etwa der PSD-Parlamentarier Ioan Benga, der sich für den größten Unterrichts-Guru hält). Gefragt, was auf der Rektorenkonferenz konkret passiert sei, meinte die zurückgetretene Rektorin, sie halte sich mit Erklärungen zurück, weil sie im Lehrkörper der Universität nicht noch mehr Verwirrung stiften möchte. „Glauben Sie mir: was hier passiert, ist äußerst schmerzhaft“, sagte sie bloß.

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