Ultranationalistische PRU sammelt fleißig Überläufer

Diaconu will Ponta als neuen Parteivorsitzenden

Donnerstag, 01. September 2016

Bukarest (ADZ) - Die als Nachfolger der implodierten PRM geltende ultranationalistische Partei PRU (Partidul România Unită/Partei Geeintes Rumänien) entwickelt sich zum Sammelbecken für Parlamentsabgeordnete, die bei ihren bisherigen Parteien in Ungunst gefallen sind und daher kaum Chancen für einen Platz auf den Wahllisten haben. Insbe-sondere unzufriedene Sozialdemokraten zieht es diese Tage in die Zwergpartei ihres früheren Parteikollegen Bogdan Diaconu, der am Dienstag offen Ex-Premier Victor Ponta den Parteivorsitz anbot, sollte dieser sich zum Parteiwechsel entscheiden.

Kurz davor hatte der als Freund Pontas geltende Abgeordnete Sebastian Ghiţă seinen Wechsel ins PRU-Lager bekanntgegeben, nachdem letzte Tage bereits Pontas Regierungssprecher Mirel Palada, der frühere Juso-Chef Mihai Sturzu, die Abgeordneten Cristian Rizea und Ion Eparu sowie Senator Daniel Savu (alle PSD) ihren Eintritt in die PRU mitgeteilt hatten.

Die Ultranationalisten, die bisher hauptsächlich durch antieuropäische und antimagyarische Parolen sowie durch Vlad den „Pfähler“ im Parteiwappen für Furore sorgten, verhandeln zudem auch mit Mircea Geoanăs PSRO bezüglich eines Wahlbündnisses.

Dank ihrer mittlerweile 11 Parlamentarier beabsichtigt die PRU, gleich zu Beginn der neuen Parlamentssession die Gründung einer eigenen Fraktion zu beantragen.

Kommentare zu diesem Artikel

Tourist, 02.09 2016, 17:06
so verwunderlich ist das alles nicht, wer ist denn die national-patriotischste Partei derzeit im Parlament? Eben die PSD. Sozialismus und Nationalismus sind nur im Westen ein Widerspruch, im Osten nicht. Auch in Tschechien sind die Roten die nationalen Krawallmacher.
Peter, 02.09 2016, 09:12
Fritz- Stimmt!
Kritiker, 01.09 2016, 18:27
Wenn die Rumänen diese Gauner bei der nächsten Wahl wählen, dann ist ihnen wirklich nicht zu helfen!!!!
Fritz, 01.09 2016, 16:52
Rückgrat.
Manfred, 01.09 2016, 12:50
Mal wieder ein Beweis der totalen Charakterlosigkeit diverser Politiker,hoffentlich straft der Wähler diese Leute ab .
Peter, 01.09 2016, 09:59
Eine rechtsnationale Partei bekommt Zulauf aus einer sozialdemokratischen, das passt nicht zusammen. Diese Überläufer wollen nur ihre Posten sichern und somit weiter als Raubritter das Land ausplündern, rückradloses und verlogenes Dreckspack.

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