Umstrittenes Thema Bier- und Fastfoodsteuer

Volksdisziplinierung oder Maßnahme zur Budgeterhöhung?

Samstag, 19. Mai 2012

Foto: sxc.hu

Bukarest (ADZ/Mediafax) – Die letztes Jahr diskutierte Idee, Fastfood und Bier zu besteuern, wurde von Gesundheitsminister Vasile Cepoi am Donnerstag erneut thematisiert. Ursprünglich war sie 2011 auf einer Pressekonferenz über mögliche Maßnahmen zur Erhöhung des staatlichen Budgets aufgetaucht und vom damaligen Gesundheitsminister Attila Cseke befürwortet worden, um die Programme des nationalen Gesundheitssystems zu unterstützen.

Premierminister Ponta erklärte, solch eine Steuer könne das Budget zwar nicht erhöhen, hätte jedoch positiven Effekt auf die Volksgesundheit. Der Gesundheitsminister bestätigte, das Thema sei nicht von ihm initiiert, sondern nur durch Nachfrage der Presse wieder hochgekommen. Er räumte jedoch ein, der Zusammenhang zwischen erhöhter Sterblichkeit auf der Basis bestimmter Krankheiten, ausgelöst durch ungesunde Ernährung, mache  eine Besteuerung zur Reduzierung des Konsums sinnvoll. 

Professor Ioan Bruckner von der rumänischen Internistenvereinigung plädiert stattdessen für Aufklärung. Er kritisiert die häufige Werbung, die zum Konsum dieser Lebensmittel auffordert. Die Steuer soll neben Bier Sprudelgetränke und Produkte mit stark erhöhtem Fett- und Zuckergehalt betreffen, ausgenommen Milchprodukte, Pizza, Fleisch, Shaorma und Mineralwasser. Fachleute weisen darauf hin, dies könne zu einem 20-prozentigen Anstieg der Preise für die besteuerten Lebensmittel führen.

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