Unentschlossenheit an der Bukarest Börse, Energie-Aktien legen zu

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 11. November 2014

Der November begann mit leichten Kurskorrekturen der BVB-Indizes. Aufgrund einer eher bescheidenen Liquidität von umgerechnet nur 4,6 Millionen Euro fielen die Indizes um bis zu 0,18 Prozent. Der Handel verlief nur schleppend am ersten Handelstag des Novembers, Anleger warteten in ihrer Mehrzahl auf die Berichte für das dritte Quartal. Der Erdgasversorger Romgaz (SNG, 34,16 Lei, ISIN ROSNGNACNOR3) holte sich die Umsatzkrone mit einem Anteil in Höhe von 27 Prozent vom Gesamtumsatz des Tages.

Am Folgetag verlief der Handel uneinheitlich. Während der Hauptindex BET den Handelstag mit einem Minus von 0,4 Prozent abschloss, legte der Finanzwerteindex BET-FI 0,42 Prozent zu. Der Umsatz stieg auf umgerechnet 7,7 Mio.Euro, vor allem dank der Energie-Aktien wie Electrica (EL, 12,09 Lei, ISIN ROELECACNOR5) und Romgaz. Diese brachten es getrennt auf jeweils etwa 1,8 Mio. Euro Umsatz. Den höchsten Kursgewinn erzielten ebenfalls Energie-Aktien: Der Atomkraftwerk-Betreiber Nuclearelectrica (SNN, 8,42 Lei, ISIN ROSNNEACNOR8) legte 3,4 Prozent zu. Der Aktienrückkauf des Fonds Proprietatea (FP, 0,9405 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) scheint Früchte zu tragen: In nur zwei Tagen wurden schon 39 Prozent der 750 Mio. Aktien gezeichnet, die der Fonds zurückkaufen möchte.

Am Mittwoch folgte die Ernüchterung. Mit Tagesverlusten von bis zu 1,08 Prozent für den Energiewerte-Index BET-NG ging der Handelstag zu Ende. Tagesgewinner war der Finanzwerte-Index BET-FI mit einem Plus von 0,8 Prozent. Vor Bekanntgabe der Quartalsergebnisse schlossen die Aktien des Mineralölkonzerns OMV Petrom (SNP, 0,427 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9) mit einem Plus von 1,29 Prozent. Die Spannung löste sich in der zweiten Wochenhälfte. Die Börsenindizes schlossen am Donnerstag mit Gewinnen zwischen 0,17 (BETPlus) und 0,59 Prozent (BET-FI), allerdings waren Anleger trotz guter Stimmung nicht bereit, viel Geld umzusetzen, der Tagesumsatz lag bei bescheidenen 6,7 Mio. Euro. Wieder war der Stromerzeuger Electrica der umsatzstärkste Emittent.

Die erste Novemberwoche schloss mit zurückhaltendem Optimismus. Nur der Finanzwerte-Index BET-FI wies ein Tagesminus aus (0,33 Prozent), die übrigen Indizes schlossen im Plus. Der Tagesumsatz schnellt auf umgerechnet 16,5 Mio. Euro, vor allem dank der Transaktionen mit FP-Aktien. Diese legten auf Wochensicht 0,3 Prozent zu. Gewinner der Woche waren SNN-Aktien mit einem Plus von 8,08 Prozent. Am Ende präsentierte sich die Bukarester Wertpapierbörse ähnlich unentschlossen wie in der Woche zuvor. BET-FI und ROTX konnten auf Wochensicht zulegen, die übrigen Indizes schlossen im Minus. Der durchschnittliche Tagesumsatz stieg im Vergleich zur Vorwoche von umgerechnet 7,5 auf 8,3 Mio. Euro.

Rasdaq

Schwach war der Auftakt auch am Sekundärmarkt. Doch Sonderdeals an gleich mehreren Tagen retteten den Umsatz. Sie brachten es schließlich auf knapp 60 Prozent des gesamten Wochenumsatzes. Die Sonderdeals betrafen jedes Mal andere Emittenten, es handelte sich um die Näherei Arcvia Minerca (ASCE, 9,15 Lei, ISIN ROASCEACNOR8), den Alteisenverwerter Remat Mararmureş (REMM, 16,5 Lei, ISIN ROREMMACNOR4) und den Rohstoffbetrieb Prospecţiuni (PRSN, 0,123 Lei, ISIN ROPRSNACNOR5). Dank ihnen betrug der durchschnittliche Tagesumsatz am Rasdaq-Markt 0,12 Millionen Euro, noch weniger als in der Woche zuvor. Dafür aber kletterte der Hauptindex Rasdaq-C wieder über die 1400-Punkte-Marke und schloss die Handelswoche mit einem Plus von 0,29 Prozent.

Devisen

Der rumänische Leu gab gegenüber beiden Devisen in der vergangenen Woche nach. Der Euro konnte mit einem Wochenplus von 0,34 Prozent wieder etwas Boden gut machen. Aktuell steht ein Euro bei 4,436 Lei. Der US-Dollar punktete mit weiteren 2,27 Prozent und erreichte somit neue Höchstwerte von 3,5763 Lei am  Montag. Manche Analysten sehen darin eine momentane Schwäche des Leu im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen, andere wiederum sehen die gesamte Region vor allem durch die Ukraine-Krise geschwächt.

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