„Unfall“-Trickdiebe aufgeflogen

Hausdurchsuchungen in Temesch und Olt

Dienstag, 14. März 2017

Karansebesch - Seit Jahresbeginn hat es in Karansebesch und Ferdinandsberg/Oţelu Roşu fünf Fälle von Betrug mittels der „Unfall-Methode“ gegeben: ältere Menschen werden angerufen und vom anderen Ende der Leitung wird ihnen von einem „Freund“ oder „Rechtsanwalt“ mitgeteilt, dass ihr Sohn/Tochter/Enkel/Enkelin einen Unfall gebaut oder Opfer eines Unfalls geworden ist und dass diese(r) dringend eine größere Summe Geldes braucht, fürs Krankenhaus, für einen Anwalt, für eine dringende OP im Ausland usw. Zwischen 4150 und 31.400 Lei haben gutgläubige und erschreckte Verwandte, insgesamt fünf Personen, nach solchen Anrufen auf diverse Konten überwiesen, um nachher, als sich herausstellte, dass die lieben Verwandten gesund und munter waren, den Vorfall polizeilich anzuzeigen.

Nach Hausdurchsuchungen in den Verwaltungskreisen Temesch und Olt sowie nach der Durchsuchung dreier Gefängniszellen im Gefängnis von Galatz gelang es nun der Polizei von Karansebesch, in Zusammenarbeit mit der Nationalen Gefängnisverwaltung, die Trickdiebe dingfest zu machen und der Staatsanwaltschaft zu übergeben. Bei den fünf Hausdurchsuchungen (ausschließlich bei verdächtigen Frauen) in Temesch und Olt sowie in den drei Gefängniszellen von Galatz wurde Beweismaterial sichergestellt: Mobiltelefone, Prepaid-Chips, Laptops, Dokumente, aber auch Kleidungsstücke. Außerdem konnten mehr als 50.000 Lei Bargeld sichergestellt werden. Koordiniert wurde die Bande aus dem Gefängnis von Galatz, von wo der Hauptverdächtige einen in Karansebesch wohnenden entlassenen ehemaligen Mithäftling kontaktiert und diesem Anweisungen gegeben hatte, wie im Falle dieses Trickdiebstahls vorzugehen ist, meldet die Polizei. Drei der Verdächtigten – zwei Frauen und ein Mann - wurden für 24 Stunden in Untersuchungshaft genommen, worauf sie vom Richter für Rechte und Freiheiten am Stadtgericht Karansebesch für 30 Tage zu weiteren Untersuchungen in Haft genommen wurden. Die Staatsanwaltschaft versucht nun, die gesamte Verbrechertätigkeit der durchwegs miteinander bekannten Trickverbrecher zu dokumentieren.


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