Ungarische Polizeibeamte prügeln Rumänen zu Tode

Fristlos entlassene Täter sitzen bereits in U-Haft

Freitag, 12. April 2013

Bukarest/Budapest (ADZ) - Ein in Ungarn wohnhafter und wegen Diebstahls inhaftierter Rumäne ist von zwei Polizeibeamten des Nachbarlandes zu Tode geprügelt worden, gab ein Sprecher der ungarischen Staatsanwaltschaft am Mittwoch bekannt. Der 47-Jährige sei am Montag unter dem Verdacht des Diebstahls eines Sägeautomaten in der Ortschaft Izsak festgenommen worden; während des Verhörs auf einem lokalen Polizeirevier sei er dann von zwei Polizisten derart verprügelt worden, dass er wenig später seinen inneren Verletzungen erlag – sämtliche Wiederbelebungsversuche der Notärzte seien erfolglos geblieben, so der Sprecher.

Ungarns Polizeichef Karoly Papp erklärte sich vom Vorfall „konsterniert“, er sei „unerhört, inakzeptabel und unvertretbar“. Die Täter seien fristlos entlassen worden und säßen bereits in U-Haft, gegen beide laufen Strafermittlungen. Ein weiterer Sprecher der ungarischen Staatsanwaltschaft sagte der Presseagentur MTI, das Opfer sei offenbar mehr als zwei Stunden lang in einem fort verprügelt worden – die Leiche weise zahllose Hiebverletzungen auf.

Kommentare zu diesem Artikel

Helmut, 12.04 2013, 23:45
Solchen Verbrechern gebührt die Höchststrafe.

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