Ungarischer Extremist wegen Anschlagsplänen in U-Haft

DIICOT: Visiert war die Militärparade in Târgu Secuiesc

Mittwoch, 02. Dezember 2015

Bukarest (ADZ) - Der Chef des lokalen Ablegers der rechtsextremen ungarischen „Jugendbewegung der 64 Burgkomitate“ (HVIM), Istvan Attila Beke, ist am Dienstag von der Antimafia-Staatsanwaltschaft DIICOT wegen eines geplanten Anschlags auf die Militärparade aus Anlass des rumänischen Nationalfeiertages in der Kleinstadt Târgu Secuiesc festgenommen worden. Nach Angaben der DIICOT und des Inlandsgeheimdienstes SRI plante der 40-jährige ethnische Ungar offenbar, einen selbstgebauten Sprengkörper inmitten der Zuschauer zu zünden.

Ein Haftrichter gab am Abend dem Antrag der DIICOT auf U-Haft für Beke statt, dem die Staatsanwälte schwere Verstöße gegen die verfassungsmäßige Ordnung und das Waffengesetz vorwerfen. Wären Bekes Anschlagspläne aufgegangen, so hätte dessen Sprengsatz laut Inlandsnachrichtendienst SRI Dutzende Menschen verletzen oder gar in den Tod reißen können. DIICOT-Angaben zufolge ist bei Durchsuchungen seines Wohnsitzes sowie eines von ihm bevorzugten Trainingsplatzes zudem weiteres Spreng- und pyrotechnisches Material gefunden worden.

Die „Jugendbewegung der 64 Burgkomitate“ bezeichnete die Anschuldigungen gegen Beke indes als „verlogen“, die rumänischen Staatsanwälte und Geheimdienste würden die HVIM „verleumden und schickanieren“, hieß es in einer Pressemitteilung. Der Ungarnverband (UDMR) verurteilte die von Beke geplante Gewalttat auf das Schärfste.

Kommentare zu diesem Artikel

giftschlange, 04.12 2015, 00:10
Solche Irren wie dieser Typ sind leider sehr gefährlich noch dazu wo solche Bandstifter
Unterstützung der Rechtsextremisten aus Ungarn erhalten.Gegen solche Personen muß mit voller Schärfe vorgegangen werden,denn aus einem Funken kann sich rasch ein Vollbrand entwicklen.Wir in Rumänien wollen in Frieden und im gegenseitigen Respekt miteinander leben.
PAVEL, 03.12 2015, 13:58
Man kann betr. Terror von unseren islamistischen "Freunden" so manches abgucken. Und dabei erfreuen sich die ethnischen Minderheiten (einst "mitwohnende Nationalitäten") in Rumänien mehr staatlicher Förderung als anderswo in Europa. Doch man sollte solche Leute wie den HVIM-Mann nicht einfach nur als "Idiot" oder "Irren" einstufen. Denn er ist viel gefährlicher, als manch ein Halb-Idiot, der es bis in die höchsten polit. Leitungsgremien geschafft hat...
Manfred, 03.12 2015, 10:57
In anderen Ländern würde man die HVIM als terroristische Vereinigung einstufen ! Man kann nicht permanent Minderheitenrechte einfordern(welche in RO ohnehin großzügig sind) und dann solche Idioten verteidigen.
Sraffa, 03.12 2015, 01:05
Es gibt Zeiten, an denen besonders viele Irre unterwegs sind.

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