Unser Kandidat: Temeswar – Kulturhauptstadt Europas 2021

Die Webpräsenz des Vereins unter der Lupe

Mittwoch, 18. Februar 2015

Printscreen der Homepage von www.timisoara2021.ro. Auf Facebook hatte „Timisoara 2021“ bis Redaktionsschluss 30.219 „Likes“ erhalten – mehr als jede andere rumänische Stadt, die sich für den Titel einer Kulturhauptstadt Europas 2021 bewirbt.

Ohne Facebook- und Webseite präsentiert sich heute keine Organisation, Institution oder Firma, die für ernst genommen werden will. Vielmehr sind die Facebook-Seite und die Internetseite wichtiger geworden als andere Werbematerialien wie die Broschüren zum Beispiel und die Kosten sind erheblich geringer als bei den Werbespots. Der Aufwand ist auf Kreativität und Geldbörse der Organisation zugeschnitten. Das Feedback kommt spontan. Das alles ergibt einen breiten Fächer von Stärken (wenn man eine sogenannte SWOT-Analyse durchführt), die alle für das Verwenden des Internets in der Werbung für ein Projekt oder eine Organisation sprechen.

Für den Verein „Temeswar – Kulturhauptstadt Europas 2021“ ist die Webpräsenz wichtig, um das Projekt den Publika bekannt zu machen und dafür zu werben. Der Plural ist bewusst eingesetzt, denn ein Verein, der sich um dieses Ziel bemüht, hat mehrere Adressaten: es handelt sich in erster Linie um die Temeswarer selbst, die allen voran an dem Gewinnen interessiert sind oder sein sollten. Sie sollen Näheres über den Verein erfahren, über den gesamten Prozess des Wettbewerbs und über das kulturelle Leben in der eigenen Stadt, die Veranstaltungen usw. erfahren. Es geht dabei nicht nur um die Temeswarer als Genießer der Kultur, sondern auch um solche, die aktiver werden wollen, zum Beispiel sich als Freiwillige einbinden lassen oder als Sponsoren behilflich sein wollen. Für etwaige Sponsoren oder auch für Einzelpersonen, die 2% ihrer Steuern an den Verein weiterleiten können, gibt es Links.

Die Homepage ist einfach strukturiert, was positiv ist, der Blick wird auf die Fotos gelenkt, das Logo ist jugendlich-frisch in der Chromatik und in den ausgewählten Formen: Kreise, Dreiecke und Vierecke in Rosa, Blau, Hellgrün, aber auch Grau und Braun könnten auf die vielen Facetten oder auch auf die Multikulturalität der Stadt hinweisen. Neun Buttons machen in der oberen Leiste auf sich aufmerksam: Home, die Stadt, der Verein, der Wettbewerb 2021, Teilnahmemöglichkeiten, Neuigkeiten, Multimedia, Kontakt und Sprachauswahl.

Die Webpräsenz soll auch als eine Kommunikationsplattform gedacht werden. Feedback von den Besuchern soll unbedingt auf der Webseite gelesen werden können.

Schön, dass sich der Verein zum Beispiel gedacht hat, Interviews mit Kulturschaffenden aus Temeswar auf der Internetseite zu posten.

Die Aktualität der Information ist oberstes Gebot im Internet. Die Seite wird ständig aktualisiert, das erkennt man zum Beispiel an der Rubrik Neuigkeiten, Events.

Es handelt sich bei dieser Webseite auch um das landesweite Publikum, Sympathisanten aber auch Konkurrenten werden in die Webseite hineinschauen wollen. Der Verein hat ein für ein landesweites Publikum interessantes Projekt abgewickelt, bei dem Blogger Temeswar in allen Landesteilen gesucht haben, lies kulturelle Beziehungen zwischen der Stadt an der Bega und andere Ecken Rumäniens.

Es geht auch um ein europäisches Publikum (da denke ich an Jurymitglieder, Kulturinstitutionen, EU-Institutionen, etwaige Botschafter für die Idee Temeswars, gebürtige Temeswarer, die ausgewandert sind, und und und).

Die Palette der Informationen muss also breit gefächert sein und natürlich schnell, übersichtlich und attraktiv sein. Nicht zuletzt spielt da die Sprache eine Rolle: die Webseite ist kann auf Rumänisch und Englisch abgerufen werden. Theoretisch reicht das, weil Englisch heute europaweit die erste Fremdsprache ist, aber für Temeswar, dessen absolute Trumpfkarte die Multikulturalität ist, wird es ein Muss, dass die Seiten auf Deutsch, Ungarisch, Serbisch usw. übersetzt werden. Es sollte sich jede kulturelle Gruppe hier wiederfinden.

 

 

 

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