Unser Kandidat: Temeswar – Kulturhauptstadt Europas 2021

Treffen und Partnerschaften mit Kulturakteuren für das Veranstaltungsprogramm

Mittwoch, 16. März 2016

Ein Treffen im Dezember: Simona Neumann und das Team vom Verein „Temeswar – Kulturhauptstadt Europas 2021“ stellten im Gebäude des Banater Museums die Bewerbungsdokumentation vor, die die Jury begutachtet hatte. Es waren Vertreter der Verwaltung, der Kulturinstitutionen, verschiedener nichtstaatlicher Organisationen sowie der Bildungseinrichtungen zugegen.
Foto: Zoltán Pázmány

Über 75 Künstler, Vertreter von Kulturinstitutionen, nichtstaatlichen Organisationen und der sogenannten Creative-Industries-Branche (Design, Publishing, IT, Film, Musik, Theater) sowie Spezialisten aus dem Bildungsbereich haben sich in den vergangenen drei Wochen mit den Vertretern des Vereins „Temeswar – Kulturhauptstadt Europas“ zusammengesetzt, um das Veranstaltungsprogramm für das Jahr 2021 aufzustellen.

Temeswar ist im Dezember auf die Kurzliste der Städte gewählt worden, die sich für den Titel einer Kulturhauptstadt Europas bewerben. Zu den vier Städten, die es in die Endrunde geschafft haben, gehören auch Frauenbach, Klausenburg und Bukarest. Der Gewinner wird erst im Herbst bekannt gegeben, nachdem die vier Finalisten eine erweiterte Bewerbungsdokumentation einreichen. Einer der wichtigsten Punkte in dieser Dokumentation ist das Veranstaltungsprogramm für das Jahr 2021, das zu 90 Prozent geplant sein muss.

 

Neue Etappe

In dieser zweiten Etappe der Kandidatur fokussiert sich das Team TM2021 auf die weitere Ausarbeitung des Konzepts „Shine your light! Light up your city!“ („Erhelle deine Stadt!“) und die Bildung solider Partnerschaften sowohl auf lokaler als auch auf europäischer Ebene, so wie es auch in dem Bericht der Expertenjury, die über die Finalisten entschieden hat, steht.

Bei den Treffen, die ab Mitte Februar bis Anfang März stattgefunden haben, wurden die bedeutendsten Punkte der Kandidatur vorgeführt und innerhalb von Workshops debattiert. Für die Mitglieder des Vereins, der sich für die Kandidatur einsetzt, spielte dabei der Crowdsourcing-Prozess eine bedeutende Rolle: So sind auch die Ideen zustande gekommen, auf denen die Bewerbungsdokumentation beruht. Diese ist aus dem Dialog mit verschiedenen Kulturakteuren entstanden.

Wie Simona Neumann, die Geschäftsführerin des Vereins für die ADZ/BZ erklärte, haben diese Treffen aus zwei Teilen bestanden: „Im ersten Teil wurde das in der ersten Bewerbungsdokumentation vorgeschlagene Programm vorgestellt, darauf folgte das Klären von Fragen. Dabei ist auf die notwendigen Schritte für die Erarbeitung der erweiterten Bewerbung hingewiesen worden, aber es wurden auch die Etappen nach dem Gewinnen des Titels besprochen. Im zweiten Teil wurde punktuell, in kleineren Gruppen, über spezifische Programme diskutiert. Zweck war, die Deutlichkeit der Botschaft zu testen und potenzielle Partner aus der lokalen Kulturszene zu identifizieren“. Der Verein hat die Treffen positiv beurteilt, so Simona Neumann: „Die Atmosphäre war angenehm, die Debatten konstruktiv, das verleiht uns auch die nötige Energie zum Weitermachen. Die meisten Teilnehmer haben ihren Wunsch ausgesprochen, Partner zu werden und in dieser letzten Etappe der Kandidatur mitzumachen, das Kulturprogramm mitzugestalten. Das ist auch das wichtigste Ergebnis dieser Treffen“.

 

Offen für Partnerschaften

Auch wenn sich bereits viele Partner gemeldet haben, bleibt die Liste noch offen: „Die Unterstützung seitens der lokalen Akteure ist besonders wichtig, wir ermutigen weiterhin die Teilnahme von je mehr Kulturakteuren und sind offen für Zusammenarbeit“, unterstrich Simona Neumann. „Der Prozess wird mit Treffen fortgesetzt, die zu spezifischen Programmen organisiert werden. Diese werden wir öffentlich bekannt machen. Die Bewerbungsdokumentation muss Ende Juni vorliegen“, so die Geschäftsführerin des Vereins.

Der von der Jury vorgelegte Bericht über die vier Städte, die kandidieren, enthält konkrete Vorgaben, an die sich die Bewerber halten sollen, so zum Beispiel die breitere Darstellung der europäischen Dimension. Simona Neumann verspricht: „Wir werden dieses Kapitel, das schon in der ersten Dokumentation vorhanden war, vertiefen. Wichtig sind uns dabei die Partnerschaften auf europäischer Ebene. Wir werden auch die europäischen Vorteile unterstreichen, die unsere Stadt vorzuweisen hat: die Multi- und Interkulturalität, die Multikonfessionalität und der Respekt für die Vielfalt“.

 

 

 

 

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