Unser Kandidat: Temeswar – Kulturhauptstadt Europas 2021

Freiwillige helfen mit

Mittwoch, 14. Januar 2015

Die jungen Freiwilligen des Vereins „Temeswar – Kulturhauptstadt Europas 2021” beim Europatag. Für Ana Savu bedeutet Temeswar „Heim, Familie, Liebe und Schönheit – die Schönheit der Stadt”, für Alexandru Stoica „die Hochburg des Temeswarer Geistes, der auf Traditionen fußt”!

17 Jahre alt war der jüngste, 68 der älteste Freiwillige, der sich für Temeswar in dem Wettbewerb für den Titel einer „Kulturhauptstadt Europas 2021“ eingesetzt hat. Waschechte Temeswarer wie auch Wahltemeswarer haben sich von diesem Projekt animieren lassen. Hinter den Vorbereitungen steckt viel Arbeit und soll in Zukunft noch mehr stecken, vor allem, wenn es Temeswar schaffen sollte, den Wettbewerb zu gewinnen.

Waren anfangs, bis 2012, nur 13 Freiwillige dabei, hat sich deren Zahl im letzten Jahr um einiges vervielfacht und ist auf 111 gekommen, wie Dr. Simona Neumann, die Geschäftsführerin des Vereins „Temeswar – Kulturhauptstadt Europas 2021“ gegenüber der BZ erklärte: „Der Verein ermutigt das Mitwirken an mehreren Veranstaltungen, die mit Hilfe dieser Freiwilligen organisiert werden. So haben zum Beispiel Freiwillige für das Projekt Temeswar – Kulturhauptstadt 2021 im Rahmen mehrerer kultureller Events geworben, indem sie Werbemateriale ausgetragen haben. Ich denke da an die Nacht der Museen, den Europatag, das Festival Bega Bulevard, das Barock-Festival, die Tage des Ungarischen Films, das Folklorefestival APLEC. Die Freiwilligen haben aktiv an der Veranstaltung der Events mitgewirkt und durch ihr Dabeisein für unser Projekt Temeswar 2021 geworben“.

Ana-Maria Savu und Alexandru Stoica studieren Journalistik im II. Jahr. In ihrer Freizeit sind sie ganz im Projekt für Temeswar impliziert. Sie – als Temeswarerin, er –als Wahltemeswarer, denn Alexandru kommt aus der Nähe von Bukarest. Sie hat über Werbemateriale in einem Café von der Möglichkeit erfahren, er über Freunde. Sie hat schon mehrere Jahre Erfahrung als Freiwillige, war in sozialen Projekten bei Caritas und auch bei der UNO aktiv. Zum ersten Mal steht jetzt also die Kultur im Mittelpunkt eines Projektes. Auch für ihn ist es ein modus vivendi: „Ich glaube, es müsste ein Lebensstil sein“, meint Alexandru, der sich sowohl für den Verein „Temeswar – Kulturhauptstadt Europas 2021“ als auch für den Kulturverein „Via Rumania“ einsetzt. Beide helfen bei der Veranstaltung von Events. Ana kümmert sich auch um den Pressespiegel. Wichtig scheint den beiden Studenten, dass sie durch ihre Tätigkeit den Temeswarern das Projekt näher gebracht haben: „Viele wussten noch nicht, worum es sich handelt“. Welches war das wichtigste Projekt, an dem sie teilgenommen haben? „Das war für mich Bega Bulevard“, meint Alexandru. Für Ana, „die Besprechungen mit den Kulturexperten aus Liverpool“.

Aus Liverpool, der Stadt, die 2008 den begehrten Titel trug, hat der hiesige Verein den internationalen Berater Neil Peterson eingeladen, um Expertise für das Gewinnen des Titels einer Kulturhauptstadt Europas zu erhalten. Was den Umgang mit den Freiwilligen betrifft, meinte der Experte: „Wir haben konkrete Aktivitäten für die Einbindung der Freiwilligen in der Werbung für Liverpool erst in einer späteren Phase des Projektes unternommen. Die Tatsache, dass man es hier so viel früher macht, kann nur positiv sein, ein sehr, sehr guter Beginn”. Im Juli 2014 hatte der Temeswarer Verein schon das Programm Freiwilliger 2021 vorgeschlagen. Gemäß der neuen Gesetzgebung wird zwischen dem Verein und den Freiwilligen auch ein Vertrag abgeschlossen. Die Freiwilligen können auch Zertifikate erhalten, die über die erworbenen Kompetenzen Auskunft geben. Der Verein hat den Freiwilligen im vergangenen Jahr auch ermöglicht, an einem Jugendlager, das vom Interkulturellen Institut im Kreis Karasch/Cara{ organisiert wurde, teilzunehmen. Dort konnten die jungen Leute mit Freiwilligen aus Serbien zusammentreffen.

Natürlich sucht der Verein auch weiterhin Interessierte: „Unser Ziel ist es, alle sozialen Kategorien, alle Alters- und Berufsgruppen zu erreichen“, so Simona Neumann. „Der Verein rekrutiert laufend Freiwillige über die eigene Webseite  

http://www.timisoara2021.ro/2013/10/31/voluntar-pentru-timisoara-2021/.”

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